Heisinger Katholiken begrüßen ihren neuen Pastor

Vera Eckardt
St. Georg ist die neue kirchliche Heimat für Pastor Thomas Pulger, der zuvor in einer Duisburger Gemeinde war und nun nach Heisingen gewechselt hat.
St. Georg ist die neue kirchliche Heimat für Pastor Thomas Pulger, der zuvor in einer Duisburger Gemeinde war und nun nach Heisingen gewechselt hat.
Foto: Verena Camen
Am 1. Advents beginnt ein neues Kapitel für die Heisinger Katholiken: Thomas Pulger wird neuer Pastor . Er möchte ein Sprechzimmer einrichten.

Essen-Heisingen.  Sein Name steht bereits auf dem Klingelschild, die Umzugskisten sind fast allesamt ausgepackt: Pastor Thomas Pulger ist in seine helle Dienstwohnung, unweit der St. Georg Kirche, eingezogen. Doch bis er in seiner neuen Gemeinde richtig angekommen ist, wird es wohl noch ein wenig dauern. Er ist der Nachfolger von Pastor Marius Linnenborn.

„Ich bin gerade dabei, die vielen ehrenamtlichen Kräfte kennenzulernen“, sagt der 46-jährige Geistliche, der seine neue Aufgabe als „spannend und herausfordernd“ beschreibt. Ganz neu ist Thomas Pulger übrigens in Essen nicht: Nach seiner Weihe als Priester vor 17 Jahren war er Kaplan in der Bredeneyer St. Markus-Gemeinde. Aus dieser Zeit stammen noch einige gute Freundschaften.

Der neue Pastor ist auch ausgebildeter Kirchenmusiker

Als einen der ersten Schritte hat sich der neue Pastor, der nicht nur Theologe, sondern auch ausgebildeter Kirchenmusiker ist, vorgenommen, ein „Sprechzimmer“ im Gemeindezentrum neben der Kirche einrichten. „Die Präsenz in der Gemeinde ist mir sehr wichtig. Ich möchte direkt vor Ort sein.“

Dass Kommunikation und Teamfähigkeit seine Stärken sind, hat der gebürtige Sauerländer in den vergangenen acht Jahren in seiner vorherigen Gemeinde St. Barbara in Duisburg-Hamborn bewiesen.

In Duisburg setzte er das Konzept „Kirche ohne Priester“ um

Dort hat er ein für das Bistum Essen völlig neues Konzept entwickelt und bei der Umsetzung begleitet. „Kirche ohne Priester“ heißt es und ist dem Umstand geschuldet, dass das Bistum 2011 beschlossen hatte, St. Barbara aufzugeben. Dagegen formierte sich bei den 2600 Gemeindemitgliedern Protest bis hin zur Kirchenbesetzung. Das Bistum gab nach und Pastor Pulger bekam die Aufgabe, mit 60 Ehrenamtlichen ein Fünf-Säulen-Konzept (Liturgia, Diakonia, Martyria, Koinonia, Oikonomia) zu verwirklichen.

„Die Ehrenamtlichen tragen dabei auch die komplette Verantwortung für die Gemeinde, gestalten die Gottesdienste, übernehmen die Seelsorge, soziale Aktivitäten wie Frauen- und Seniorennachmittage und sind für den Konfirmationsunterricht zuständig“, erklärt Pulger. Und kommt sofort Gerüchten zuvor, er solle als „Fachmann“ jetzt dieses Konzept auch für Heisingen verwirklichen: „Keine Angst: St. Georg ist eine intakte katholische Gemeinde, die man nicht mit St. Barbara vergleichen kann.“

Wunsch nach guter Teamarbeit in der neuen Gemeinde

Was er hingegen aus seiner vorherigen Gemeinde mitbringt, ist der Wunsch nach guter Teamarbeit. Gleichzeitig möchte Thomas Pulger, dass seine Kirche nicht ausgrenzt, sondern offen steht für jeden, der sucht. „Ich verstehe Kirche als Heimat, sie gibt mir Geborgenheit.“ Das Gefühl will er den Menschen vermitteln, die zu ihm kommen. Bewusst hat er darum gebeten, den Einführungsgottesdienst zu Beginn des Advents zu feiern: „Das ist die Zeit des Aufbruchs und der Start ins neue Kirchenjahr.“

Dafür, dass die St. Georg-Kirche am Sonntag zum Einführungsgottesdienst gut gefüllt ist, werden nicht nur die Heisinger, Freunde und Familienangehörige sorgen: Aus der Duisburger St. Barbara-Gemeinde wird ein voller Bus nach Heisingen kommen.

>>EINFÜHRUNGSGOTTESDIENST UND ADVENTSBASAR

Bei der der Sonntagsmesse am 27. November wird Thomas Pulger um 11.30 Uhr offiziell von Pfarrer Gereon Alter in die Gemeinde eingeführt. Im Anschluss an den Festgottesdienst wird der neue Pastor vom Pfarrgemeinderat und Gemeinderat begrüßt. Sowohl in der Kirche, als auch anschließend beim Adventsbasar der Gemeinde soll es reichlich Gelegenheit geben, den neuen Geistlichen kennenzulernen.

Bereits am Samstag, 26. November, 14 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 27. November, 12.30 bis 17 Uhr, wird es im Pfarrzentrum, Heisinger Straße 480, eine Cafeteria mit Kuchen und Waffeln geben, am Sonntag auch ein Mittagsbuffet. Der Samstag klingt ab 19.30 Uhr bei Glühwein und Würstchen aus. Es gibt zudem viele selbstgefertigte Waren wie Schmuck, Aquarelle, Acrylbilder, Arbeiten in Holz und Filz, Gesticktes, Gestricktes, Adventskränze und -gestecke, Türkränze, Plätzchen, Marmelade, Liköre, Baum- und Fensterschmuck.