Gläubige auf der Ruhrhalbinsel gestalten ihre Kirche

Im Gemeindeheim an St. Suitbert treffen sich drei der Arbetsgruppen erneut, Gruppe vier kommt in Burgaltendorf zusammen.
Im Gemeindeheim an St. Suitbert treffen sich drei der Arbetsgruppen erneut, Gruppe vier kommt in Burgaltendorf zusammen.
Foto: www.blossey.eu
Offene Gotteshäuser, persönliche Ansprache, berührende Messen: Die Pfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel diskutiert über ihre Zukunft und lädt dazu ein.

Ruhrhalbinsel..  Eine offene Kirche, Angebote für Familien, Gottesdienstzeiten überdenken und Messen feiern, die berühren: Das sind nur einige Stichpunkte, die die Gemeindemitglieder der Pfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel bei ihrem ersten Treffen auf bunten Zetteln notiert haben. Sie setzen sich derzeit mit Fragen rund um die Zukunft ihrer Kirche auseinander.

Jetzt wollen sie nach den Sommerferien wieder durchstarten und ihre Pfarrei erneut unter die Lupe nehmen. Mitwirken können weiterhin alle Menschen von der Ruhrhalbinsel, die sich für Kirche interessieren, fordert die Pfarrei zur Beteiligung auf.

Das Ziel: ein pastorales Zukunftskonzept. Und ein Votum, das der Bischof 2018 in Händen halten soll. Franz-Josef Overbeck hatte Gemeinden zu diesem „Pfarrentwicklungsprozess“ aufgerufen. Es geht um die Frage, wie die Kirche im Stadtteil in den Jahren 2020 bis 2030 aussehen soll – auch mit Blick auf sinkende Zahlen bei den Kirchenmitgliedern und schrumpfende finanzielle Möglichkeiten.

Um über Chancen des kirchlichen Zusammenlebens vor Ort zu sprechen, trafen sich auf der Ruhrhalbinsel zunächst 300 Teilnehmer, die jetzt in vier Arbeitsgruppen ihren Blick weiterhin auf Kirche und Gemeinschaft werfen.

Die Arbeitsgruppe 1 „einladende Kirche sein“ beschäftigte sich bereits mit Aspekten und Erfahrungen, die sich einladend (persönliche Ansprache, lächeln) oder ausladend (kein Raum für neue Ideen) auswirken. Vor allem Offenheit sei vielen wichtig gewesen; offene Kirche, offene Menschen, eine offene Wahrnehmung der Welt.

Rund 20 Teilnehmer tauschten sich bislang in der Arbeitsgruppe 2 „das Leben und Gott in unserer Mitte feiern“ aus und befassten sich intensiv damit, wann ein Gottesdienst als berührend und im Alltag als bereichernd empfunden wird (Gottesdienste, die mit unserem Leben zu tun haben, Musik, kurze Meditation).

Ein Fazit aus dem ersten Treffen der Arbeitsgemeinschaft 3 „Gemeinschaft erfahren“ war, dass Gemeinschaft wachsen müsse und nicht verordnet werden könne. Wo die Menschen sie erleben, notierten sie bereits: Gemeindefeste, Andachten, gemeinsame Projekte. Diese Gruppe will sich nun mit der Frage beschäftigen, welche Strukturen es braucht, damit Gemeinschaft entstehen kann. Und: „Wie sieht es damit in unserer Pfarrei bisher aus?

Im Gemeindeheim Herz Jesu in Burgaltendorf trifft sich erneut die vierte Arbeitsgruppe „Spiritualität leben und Gott im eigenen Leben finden“. In der ersten Runde sprachen die Teilnehmer über Formen spiritueller Erfahrungen (Zeit, Natur, Gelassenheit). Jetzt soll die Frage im Zentrum stehen: „Was ist Spiritualität eigentlich?“

Eine weitere Arbeitsgruppe startet zudem im Winter und beschäftigt sich mit „Zahlen, Daten, Fakten“ in der Gemeinde.

Termine für die Arbeitsgruppen

Folgende Arbeitsgruppen treffen sich im Gemeindeheim St. Suitbert in Überruhr: AG1 „Einladende Kirche sein“, Montag, 22. August, 18.30 Uhr. Die AG2 „Das Leben und Gott in unserer Mitte feiern“ kommt am Dienstag, 23. August um 17 Uhr zusammen. AG3 „Gemeinschaft erfahren“ trifft sich Donnerstag, 15. September, 19 Uhr.

Im Gemeindeheim Herz Jesu in Burgaltendorf steht das Treffen der AG4 „Spiritualität leben und Gott im eigenen Leben finden“ am Mittwoch, 7. September, 19.30 Uhr, an.

 
 

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