Eine Wettergarantie für Steele á la carte gibt es nicht

Michael Heiße
Die Organisatoren und Gastronomen der 14. Steeler Gourmetmeile „Steele á la carte“ hätten sich gerne etwas besseres Wetter gewünscht. Allerdings erweist sich das Event als ziemlich „regenfest“, denn viele Sitzplätze sind überdacht.
Die Organisatoren und Gastronomen der 14. Steeler Gourmetmeile „Steele á la carte“ hätten sich gerne etwas besseres Wetter gewünscht. Allerdings erweist sich das Event als ziemlich „regenfest“, denn viele Sitzplätze sind überdacht.
Foto: Essen
Eine Vorverlegung ist für ICS-Chef Léon Finger keine Option. Nur der späte Start von „Essen Original“ im Jahr 2016 könnte zum Umdenken zwingen.

Essen-Steele.  Im vergangenen Jahr feierte Steele à la carte sein Rekordergebnis. Bei der 14. Auflage vom Wochenende war daran nicht zu denken. „Dafür war das Wetter einfach zu wechselhaft und zu regnerisch“, gibt Organisator Léon Finger zu.

Warum der Chef des Initiativkreises City Steele (ICS) trotzdem gelassen bleibt, hat gute Gründe: „Allen Beteiligten ist klar, dass dies bei einer Open-Air-Veranstaltung immer passieren kann.“ Schon deshalb mache es auch keinen Sinn, die Steeler Gourmetmeile in den August vorzuverlegen, selbst wenn dies der Veranstaltungskalender der Stadt erlauben würde. „Wir sind mit dem ersten Septemberwochenende sehr oft sehr gut gefahren. Auch bei einem früheren Start hätten wir keine Wettergarantien.“

Sonne kam zum richtigen Zeitpunkt

Die Gastronomen und die Organisatoren fügen sich in ihr Schicksal, zumal sie trotz des verregneten Wochenendes noch Glück im Unglück hatten. Dies erklärt sich zum einen durch die Charakteristik der Steeler Gourmetmeile selbst. Léon Finger: „Die Sitzplätze sind zumeist überdacht, da machen selbst stärkere Schauer nicht so viel aus.“ Zum anderen riss die Wolkendecke zum richtigen Zeitpunkt auf: auch bei der Oldtimer-Parade, die bereits in die 29. Auflage ging.

Die „ACV Classic“ ist übrigens auch ein Grund, warum in Steele nicht am angestammten Starttermin gerüttelt werden soll: „An jedem Wochenende findet woanders eine Rallye statt. Wenn wir da ausscheren würden, lösen wir vielleicht eine Kettenreaktion aus, die so niemand will. Eine Verlegung nur wegen der Steeler Gourmetmeile wäre da schon schwierig.“

Wenn der ICS über eine Verlegung ihres Feinschmecker-Events nachdenken würde, dann hätte dies andere Gründe: Traditionell startet „Essen Original“ zwei Wochen nach Sommerferienende. Und diese enden im nächsten Jahr erst am 23. August. Somit würden sich der Start des Events in der Essener City und in Steele überschneiden.

Trotzdem wäre eine Vorverlegung von Steele à la carte“ längst kein Selbstläufer. Am dritten Augustwochenende startet traditionell die Gourmetmeile Metropole Ruhr auf Zeche Zollverein. „Und dort sind mindestens zwei, unter Umständen sogar drei unserer Gastronomen vor Ort“, rechnet Léon Finger vor. „Die müssten also dort abbauen und praktisch sofort in Steele durchstarten.“ Angesichts der aktuellen Diskussion über die geplante Verlegung von „Essen verwöhnt“ im nächsten Jahr wegen der Fußball-Europameisterschaft (10. Juni bis 16. Juli) empfiehlt der ICS-Chef: „Die Termine müssen dringend frühzeitig koordiniert werden.“

Auf die für den 11. und 12. September geplante „SteelerArt“ müssen die Steeler in diesem Jahr verzichten: „Wir haben nicht genügend Akteure zusammen bekommen, weil einige nur eine Woche später auf der Kunstspur vertreten sind“, sagt Léon Finger. „Das ist einigen zu stressig.“

Vom Terminkalender nehmen will Finger das Künstlerdorf nicht: „Wir denken über eine Verlegung vor oder direkt nach der Steeler Gesundheitswoche nach.“