Essen

NRW-Tag in Essen: Polizei muss nach Chemnitz - Attraktionen ersatzlos gestrichen

Die Essener Polizei muss am Wochenende nach Chemnitz ausrücken.
Die Essener Polizei muss am Wochenende nach Chemnitz ausrücken.
Foto: dpa

Essen. Die Feierlichkeiten zum NRW-Tag in Essen werden schmaler als geplant ausfallen. Wie die Polizei am Freitagabend kurzfristig verkündete, werden mehrere Attraktionen gestrichen.

Die Polizei wollte auf dem NRW-Tag in der Essener Innenstadt eigentlich Wasserwerfe und Räumfahrzeuge vorführen. Auch ein Trainingsparcour der Einsatzhundertschaft war für die Besucher geplant. Das alles fällt nun aus - wegen der Vorfälle in Chemnitz.

Polizei Essen muss in Chemnitz aushelfen

Denn die Essener Polizei muss am Wochenende in Sachsen aushelfen. „Wir bedauern sehr, dass insbesondere Vorführungen der Hundertschaften und die Ausstellung einiger Sonderfahrzeuge auf der Blaulichtmeile in der Essener Innenstadt nicht stattfinden können.“ Beschlossen wurde die Maßnahme vom NRW-Innenministerium.

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Nach einer tödlichen Attacke auf Daniel H. war es in Chemnitz immer wieder zu Protesten und Aufmärschen rechter und linker Gruppierungen gekommen. Tatverdächtig, Daniel H. getötet zu haben, sind ein 22-jährigen Iraker und einen 23-jährigen Syrer.

Chemnitz: Hetzjagd auf vermeintliche Ausländer

Während der Aufmärsche kam es zu Hetzjagden auf ausländisch aussehende Menschen. Am Montag mobilisierten zum Teil gewaltbereite Rechte rund 6.000 Demonstranten.

Die etwa 600 Polizisten im Einsatz hatten Mühe, sie von den rund 1.000 Gegendemonstranten zu trennen. Es gab 20 Verletzte. Am Wochenenende und für den Montag befürchtet die Polizei neue Ausschreitungen. (fel)

 
 

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