Essen

Angst vor Clan-Rache! Mann hört Stimmen an Tür und ballert um sich – ausgerechnet auf SIE!

NRW: Mann aus Gladbeck feuerte mehrfach auf SEK-Beamte.
NRW: Mann aus Gladbeck feuerte mehrfach auf SEK-Beamte.
Foto: Roland Weihrauch/dpa

Essen. Diese Wohnungsdurchsuchung endete beinahe tödlich!

Als am 4. Dezember 2019 SEK-Beamten die Wohnung von Vesko B. in Gladbeck (NRW) stürmen, zückt der 51-Jährige seine halbautomatische Kurzwaffe und feuert sein komplettes Magazin leer. Erst dann ergibt er sich. Ein SEK-Beamter wird leicht verletzt.

NRW: Mann feuert auf SEK-Beamte

Jetzt ist der staatenlose Mann am Landgericht in Essen verurteilt worden. Vier Jahre und sechs Monate muss der Mann hinter Gitter. Er hatte sich geständig gezeigt, was das Gericht ihm strafmildernd auslegte.

Was war passiert? Der neunfache Familienvater aus Gladbeck war von rivalisierenden Familienclans bedroht worden, die Polizei hatte ihm wochenlang Schutz gewährt und war stündlich mit einem Streifwagen an seiner Wohnung vorbeigefahren. Doch als bekannt wurde, dass auch der Angeklagte Drohungen ausgesprochen haben soll, entschlossen sich die Beamten zu einer Durchsuchung auf mögliche Waffen.

Am Morgen des 4. Dezember stürmten sie mit einer Ramme durch Haustür und Fenster. Sofort eröffnete der Angeklagte das Feuer, im Glauben an einen Überfall seiner Kontrahenten.

------------------------------------

Mehr Themen:

-------------------------------------

Richter Jörg Schmitt sprach von einem „Augenblicksversagen“. Der Angeklagte habe auf keinen Fall geplant gehabt, Polizisten umzubringen. Allerdings hätte er sofort stoppen müssen, als sich die Beamten durch lautes Rufen zu erkennen gegeben hätten.

Angeklagter zahlt Schmerzensgeld

Der Angeklagte hatte sich bereit erklärt, 2500 Euro Schmerzensgeld an den verletzten SEK-Beamten zu zahlen. Das Urteil lautet auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und unerlaubtem Besitz von halbautomatischen Kurzwaffen. (ms mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN