VKJ öffnet in Altendorf einen neuen Ort für Kinder

Sie freuen sich mit den Kindern über „VKJ Young“, hinten von rechts
Sie freuen sich mit den Kindern über „VKJ Young“, hinten von rechts
Foto: Christoph Koepsel
Der Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e. V. (VKJ) ist nun mitten in Altendorf präsent - direkt am Ehrenzeller Markt.

Altendorf..  Vor anderthalb Jahren zog der „Allbau-Punkt“ von der Weuenstraße zur Hüttmannstraße um – direkt an den Ehrenzeller Platz. Damals hatte Annette Giesen, Allbau-Sozialmanagerin und „Programmchefin“ in Altendorf, schon angekündigt, dass das noch nicht das Ende der Entwicklung sein werde. Eine Befragung innerhalb des Arbeitskreises Ehrenzeller Markt habe ergeben, „dass die meisten sich wünschen, dass für Kinder noch etwas passiert“. Das wolle man gemeinsam mit Netzwerkpartnern umsetzen, hieß es seinerzeit. Nun ist das Vorhaben in die Tat umgesetzt worden. Der Netzwerkpartner ist der Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e. V. (VKJ). Der Anlaufpunkt heißt „VKJ-Young“. Young – also jung – das heißt hier für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren.

„Wir halten es wie die Queen, die feiert ihren Geburtstag auch, wenn sie einigermaßen eine Wettergarantie hat“, spielte Frank Müller bei der Begrüßung darauf an, dass die Räume in direkter Nachbarschaft zum Allbau-Punkt seit Ende Februar genutzt, aber jetzt erst offiziell eröffnet werden. Der VKJ-Vorsitzende betonte, dass die wortortnahen Angebote offen für alle Kinder seien, „und wir den Ehrenzeller Markt beleben wollen“.

Seit Ende Februar kümmert sich Ann-Christin Vitzthum mit ihrem Team um die Kinder. Zu den offenen Angeboten (siehe Kasten) kommen im Schnitt 15 Kinder. „Wir haben mit kleinen Dingen angefangen“, sagt die 26-jährige Sozialarbeiterin. Der Montag gehört der Bewegung, wenn das Kinder-Gesundheitsmobil auf den Markplatz kommt. Dienstag ist Thementag – zuletzt wurde vor allen Dingen gebastelt. Donnerstag wird gespielt und auch mal gekocht. „In Zukunft wollen wir auch mal Gerichte aus anderen Ländern kochen“, verweist Vitzthum auf die unterschiedlichen Nationalitäten. Der Freitag schließlich wird zum gemütlichen Wochenausklang (z.B. Filme gucken) genutzt.

Zum Gelingen des Projekts trägt auch die Anneliese-Brost-Stiftung finanziell und ideell bei. „Solchen Projekten muss man Zeit geben, damit sie sich im Stadtteil entwickeln können“, sagt Werner Meys, stellvertretender Vorsitzender der Anneliese-Brost-Stiftung. Die Stiftung will sich demnächst auch in der Hüttmannschule engagieren. Dann werde es um die Übergänge zwischen Kindergarten und Schule gehen. „Da werden Eltern oft allein gelassen“, sagt Meys.

Das Angebot des „VKJ-Young“ soll demnächst noch erweitert werden. Second-Hand-Spielzeug sowie Schul- und Schreibwaren sollen angeboten werden. Darüber hinaus ist ein Spielzeugverleih angedacht. Die entsprechende Garage steht schon neben dem Haus.

Am Donnerstag, 12. Mai, eröffnet der VKJ sein „Café Yes“ in der Altendorfer Straße 239 -245.

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