Ruhrbischof Overbeck weiht neues Mutterhaus ein

Generaloberin Schwester Judith Schmidt und Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck.
Generaloberin Schwester Judith Schmidt und Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck.
Die Franziskusschwestern der Familienpflege haben wieder ein Dach über dem Kopf. Ruhrbischof Overbeck weihte das neu gebaute Mutterhaus ein.

Bedingrade.  Die Franziskusschwestern der Familienpflege in Bedingrade haben wieder ein Dach über dem Kopf. Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck weihte jetzt das neu gebaute Mutterhaus ein.

In einem Gottesdienst mit den Schwestern und zahlreichen Gästen segnete Overbeck die frisch bezogenen Räume – und eine Röhre aus Kupfer. Versehen mit einer Urkunde, einem Satz Euro-Münzen, einer Tageszeitung und anderen Dokumenten legte Generaloberin Schwester Judith Schmidt diese Zeitkapsel anschließend in den Grundstein, den ein Handwerker dann mit einer Steinplatte als Schlussstein des Neubaus versiegelte. Der Ruhrbischof nannte es eine „richtige und kluge Entscheidung“ der Schwestern, sich von ihrem angestammten, in die Jahre gekommenen und mittlerweile deutlich überdimensionierten Mutterhaus zu trennen und nebenan in einen modernen Neubau zu ziehen. Die Entscheidung sei „ein Zeichen für die Lebendigkeit unserer Kirche“, so der Bischof. Dabei sei verständlich, dass den Franziskusschwestern der Entschluss, ihr gewohntes Zuhause aufzugeben, nicht leicht gefallen sei. „Ein Mutterhaus ist für alle Ordens-Christen der Ort ihrer Verbundenheit untereinander, mit ihrer Tradition und Bezugspunkt für die vielen, die kommen und gehen“, so Overbeck in seiner Predigt. Er wünschte den Schwestern, dass ihr neues Zuhause nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch „ein Dach über der Seele“ sei.

Alle Zimmer haben eine Nasszelle

„Manchmal ist es noch ein wenig, als wenn wir in Ferien wären“, berichtete Schwester Judith den Gästen. Nach dem Einzug vor einigen Wochen würden die 15 Essener Franziskusschwestern und die derzeit sechs Gast-Schwestern aus Indien nun nach und nach heimisch in dem neuen Gebäude.

Auf zwei Etagen verfügt das neue Haus über 30 Einzelzimmer für Schwestern und Gäste – „alle mit eigener Nasszelle“, wie die Ordensfrau betonte. Im bisherigen Mutterhaus musste jede Schwester über den Flur zum Bad. Neben einem großzügigen Speiseraum und einer Dachterrasse ist im Neubau auch ein eigener Pflegebereich selbstverständlich: Die Essener Franziskusschwestern sind alle im Seniorenalter.

Doch das bedeute nicht, „dass wir die Hände in den Schoß legen“, sagte Schwester Judith – und meint damit nicht nur ihr Engagement für ein zukunftsfähiges Zuhause. Die Gemeinschaft wurde als Antwort auf die Not vieler Familien nach dem Ersten Weltkrieg gegründet. Heute können viele Schwestern nicht mehr aktiv in der Arbeit mit Familien tätig sein. Dennoch bleibt ihnen immer noch das Gebet. „Wir tragen die Anliegen der Welt und der Familien vor Gott“, sagt Schwester Judith und verweist auf die Kapelle im Erdgeschoss des neuen Mutterhauses.

 
 

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