Mobile Hausmannskost mit Extrawurst

Monis Feldküche ist seit nahezu drei Jahrzehnten Dauergast auf Volksfesten und Weihnachtsmärken. Derzeit sind die Katernberger in Steele.

Essen-Katernberg/Steele.  „Die Mischung macht’s“, erklärt Léon Finger, Organisator des Steeler Weihnachtsmarkt. „Wir präsentieren hier öfter einmal etwas Neues, haben aber auch einige Schausteller im Programm, die uns seit Jahrzehnten begleiten.“ Wie etwa Monika Soutschek mit ihrer Feldküche. Seit 30 Jahren schwingt die „Moni“ schon die Suppenkelle in Steele und vielen anderen Märkten in Katernberg, Schonnebeck oder am Niederrhein.

Mit Schnibbelbohnen, Gulasch und Wirsingeintopf hat sie sich längst in die Herzen ihrer Kundschaft gekocht. „Hier schmeckt es eben wie bei Muttern“, ruft ein Stammkunde und lässt sich wie Tanja Soutschek, Monis Tochter, noch eine Extra-Brühwurst zu seiner Erbsensuppe servieren.

Moni, Tanja, Ulla – die Soutscheks sind ein echter Essener Familienbetrieb aus Katernberg. Kopf des Ganzen ist Peter Soutschek (65). Angefangen hat alles im Jahr 1983. Da kaufte sich der gelernte Automechaniker seine erste Feldküche. „In meiner Branche lief es gerade nicht so gut, da musste ich mich nach einer Alternative umsehen.“ Die grüne Farbe seiner Küche auf Rädern kommt nicht von ungefähr. „Das Vehikel stamm von der Bundeswehr, war aber nie im Gefecht.“ Er sei vielmehr im Sauerland fündig geworden. „Die Feldküche ist schon 43 Jahre alt, aber topp in Schuss.“ Immerhin müsse das gute Stück alle zwei Jahre zum TÜV. „Die Heiztechnik muss funktionieren, aber auch die Bremsen und die Beleuchtung“, sagt er. „Das ist wie bei einem Auto.“

Damals habe er seinem Vorgänger alles abgekauft, was zu einer richtigen Feldküche dazugehört. „Von seinen Rezepten habe ich allerdings schnell Abstand genommen“, sagt Soutschek augenzwinkernd. Die habe er im Laufe der Jahre selbst entwickelt und nach und nach verfeinert. „In einem einzigen dieser Bottiche stecken 250 Portionen und jede Menge Erfahrung.“ Sein Erfolgsrezept: „In eine ordentliche Erbsensuppe kommen nur getrocknete Hülsenfrüchte und nichts aus der Dose.“ Gekocht wird zwar morgens ab 7 Uhr zu Hause in Katernberg, aber immer in der Feldküche selbst. Danach geht es auf Tour.

Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt

Der Anfang war jedoch beschwerlich. „In den ersten Jahren mussten wir eine Menge Lehrgeld bezahlen“, erinnert sich Peter Soutschek. „Da sind wir auch viele Fest angefahren, die sonst niemand machen wollte.“ Doch die Beharrlichkeit der Familie hat sich ausgezahlt. Mittlerweile haben sie noch eine zweite Feldküche im Einsatz, servieren Linsen, Mähen- und Spitzkohlsüppchen auch in Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach und Krefeld.

 
 

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