Essen-Borbecker Kirche verschwindet

Von der ehemaligen Kirche St. Maria Immaculata steht nur noch der Turm. 2016 wird hier ein neues Seniorenheim gebaut sein.
Von der ehemaligen Kirche St. Maria Immaculata steht nur noch der Turm. 2016 wird hier ein neues Seniorenheim gebaut sein.
Foto: WAZ FotoPool
Die ehemalige Borbecker Kirche St. Maria Immaculata wird derzeit abgerissen und weicht einem Seniorenheim. Doch dies ist nur ein Mosaikstein im zukünftigen Portfolio des Investors, der Nikolaus Groß GmbH. Bis 2018 wird sie bis zu 30 Millionen Euro investieren.

Essener Norden/Borbeck.. Die Zeiten der alten Kirche St. Maria Immaculata sind endgültig vorbei. Nach Beginn des Abrisses Anfang Mai ist von dem Gotteshaus, in dem im Dezember 2007 der letzte Gottesdienst der katholischen Gemeinde St. Dionysius gefeiert wurde, nur noch der Turm übrig. Auch der wird bald fallen, Investor Nikolaus Groß GmbH hat sich für Ende Juni den Spatenstich für ein neues Altenwohn- und Pflegeheim vorgenommen. Dies ist nur ein Baustein im Modernisierungsprozess des christlich geprägten Trägers mit demnächst fünf Häusern im Essener Norden.

„Wir wollen bis 2018 unsere Einrichtungen modernisieren. Diese sind zum Teil über 30 Jahre alt – für ein vollstationäres Haus ist damit der Lebenszyklus zu Ende“, berichtet Georg Gal, Geschäftsführer der Nikolaus Groß GmbH. Darüber hinaus sei man gezwungen, wie andere Träger, die vollstationären Einrichtungen im Hinblick auf die gesetzliche Einzelzimmerquote von 80 Prozent anzupassen. Alles in allem bis zu 30 Millionen Euro lässt sich der Betreiber die Zukunft kosten.

Mix aus Wohnungen, Wohngruppen und Pflege

Das bedeutet, dass sich seit geraumer Zeit Architektenpläne, Kalkulationen und Bauberichte auf dem Schreibtisch von Georg Gal stapeln. Einzig das Vogelheimer Albert Schmidt Haus an Hafenstraße/Vogelheimer Straße ist bereits vor rund zehn Jahren modernisiert worden, beim Rest heißt es jetzt nach und nach „Vorsicht Baustelle“. Schon im September soll das neu gebaute Berta Krupp Haus an der Frintroper Straße mit u.a. Seniorenwohnungen, Wohngruppen und Tagespflege öffnen.

Was die verbleibenden drei Häuser der GmbH anbelangt, so müssen hier die Planer ein wenig jonglieren. Das neue Haus in Borbeck, es wird auch St. Maria Immaculata heißen und soll etwa 10,7 Millionen Euro kosten, dient mit 127 vollstationären Plätzen und mit Möglichkeiten der Kurzzeitpflege, als Ersatz für das St. Thomas Heim in Frintrop.

Sobald die Bewohner von St. Thomas in ihre neue Heimstätte in Borbeck gezogen sind, dient das Frintroper Haus als Übergangslösung für die Damen und Herren des Papst Leo Hauses. Dies soll ebenfalls saniert werden. Erst wenn die Senioren zurückgezogen sind, wird auch St. Thomas umgebaut. Auch hier wird ein Mix u.a. aus Wohnungen, Gruppen und ambulanter und teilstationärer Pflege angesiedelt.

 
 

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