Eichendorffschüler machen Ausflug ins Reich des Fußballs

Foto: Stephan Schütze
„Fußball – eine runde Sache“ war die Projektwoche an der Eichendorffschule überschrieben. Höhepunkt: 344 Kinder besuchten das Deutsche Fußballmuseum.

Schönebeck..  Eine komplette Schule unternimmt einen Ausflug. Für die katholische Eichendorff-Schule ist das nichts Neues. Schon öfter ging es zur Wallfahrt nach Neviges. Und in der Vorweihnachtszeit stehen immer Theaterbesuche auf dem Programm. Am vergangenen Freitag gab es dennoch eine Premiere. 344 Erst- bis Viertklässler der Eichendorff-Schule und der Roten Schule, mit der die Eichendorff-Schule seit 2015 im Verbund ist, stiegen in sieben Reisebusse. Begleitet von 29 Lehrerinnen und Lehrern ging es nach Dortmund – ins Deutsche Fußballmuseum (DFM).

Vier Tage stand zuvor – passend zur EM – der Fußball bei der Projektwoche „Fußball – eine runde Sache“ an der Eichendorff-Schule oder im Stadion im Mittelpunkt. „Der letzte Tag, das Finale, sollte der Höhepunkt für die Kinder werden“, erinnert sich Silke Freitag, die stellvertretende Schulleiterin, an die Planungen. Eine Kollegin schlug das Deutsche Fußballmuseum vor. Monatelange Planungen folgten. Planungen, die sich lohnten. Selbst Silke Freitag, die sich nur in Maßen für Fußball interessiert, war von der vierstündigen Reise durch die deutsche Fußballgeschichte begeistert. „Der Ausflug war total klasse und das Programm vom Museum super organisiert. Die Fußball-Geschichte wird mit vielen tollen Animationen für die Kinder verständlich gemacht. Aber es geht keineswegs nur um die Geschichte. Die Kinder können auch vieles ausprobieren“, erzählt die Konrektorin. Sich mal an einem Fallrückzieher á la Klaus Fischer zu probieren, ist nur eine der Möglichkeiten. Bei allem Spaß kam die Projektwoche nicht zu kurz. Nach einer Begrüßung und Einführung ging es zur Stärkung in eine „Halbzeitpause“, bevor sich die Mädchen und Jungen dem Thema „Fußball und Fankultur“ widmeten. Viert- und Erstklässler sowie Dritt- und Zweitklässler machten sich in Teams gemeinsam ans Werk. Die jeweils Älteren lasen vor, die Jüngeren suchten die entsprechenden Ausstellungsstücke und Informationen.

Der Besuch der Essener Grundschüler war auch für das Museum eine Premiere. „360 Menschen zugleich im Haus zu haben, ist nichts Besonderes. Eine ganze Schule zeitgleich im Haus zu haben, stellt schon eine Herausforderung dar“, räumt Nils Hotze ein, im DFM verantwortlich für Gästeprogramme. Um die Gruppe zu struktieren, wurde jeder der 14 Schulklassen ein Land eines EM-Teilnehmers zugeordnet. Museumspädagogen sowie die 14 Explainer (deutsch: Erklärer) des DFM, die die einzelnen Gruppen begleiteten, wurden zur Wiedererkennung mit entsprechenden Flaggen ausstaffiert. Es sei etwas wuseliger und lauter gewesen als sonst. Zeitweise habe die Geräuschkulisse an ein vollbesetztes Stadion bei der EM in Frankreich erinnert, erzählt Nils Hotze.

Charmanter Nebeneffekt

Die Premiere war sowohl für die Schule wie für das Museum ein Erfolg. „Wir überlegen, ob wir das als Angebot schnüren werden“, sagt Nils Hotze. Einen charmanten Nebeneffekt hatte der Besuch aus Schönebeck zudem. „Wir wissen jetzt auch, dass sieben Busse auf unseren Parkplatz passen.“ Auch das war eine Premiere.

 
 

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