Der „Sommer der Liebe“ naht in Borbeck

Thomas Schiffmann.
Thomas Schiffmann.
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Der „Sommer der Liebe“ naht – zumindest als Kommödie in der Dubois-Arena. Love, Peace and Happiness lautet am 13. und 14. Juni das Motto.

Borbeck..  Noch erinnert die Dubois-Arena nichts an den „Sommer der Liebe“. Auf den Stufen der Arena, in der früher Boxer die Fäuste schwangen, sprießt prächtig das Unkraut. Thomas Schiffmann bleibt gelassen. „Das wird“, sagt der Theatermacher. Noch sind es ja knapp vierzehn Tage, bis er mit dem siebenköpfigen Ensemble des Theaters an der Niebuhrg aus Oberhausen in der Dubois-Arena gastieren wird (13./14. Juni).

Den berühmten „Sommer der Liebe“ kennt der Autor, Regisseur und Schauspieler Ruhrgebiet nur vom Hörensagen. Als die Flower-Power-Bewegung mit dem Hit „San Francisco“ 1967 ihren Höhepunkt hatte, war er gerade mal zwei Jahre alt. Doch auch wenn sein Stück „Sommer der Liebe“ in den späten 1980er und frühen 1990ern Jahren spielt, hat es doch seinen Ursprung in der Zeit von Love, Peace und Happiness. Da haben sich nämlich Hartmut (gespielt von Thomas Schiffmann) und Luise gefunden. Die Zeit ist allerdings nicht spurlos an ihrer Beziehung vorübergegangen. Hartmut ist zu einem gewissenlosen Spekulanten geworden, Luise arbeitet als Sozialarbeiterin für eine bessere Welt. Ebenso wie Albert, Hartmuts früherer Nebenbuhler. Spannungen sind programmiert. Als ein paar Jugendliche, darunter Hartmuts und Luises Sohn sich mit einem Kleinbus nach Florenz aufmachen, fahren Albert und Luise mit. Hartmut ist erbost und folgt ihnen. Das alles zu der Musik von The Monkees („I’m a believer“), den Les Humphries Singers („Mama Lou“) oder Sonny & Cher („I got you babe“). Die englischen Texte hat Schiffmanns Schauspiel- und Ensemblekollege Alex Palm eingedeutscht.

„Der erste Akt spielt in einer Garage, wo die Jugendlichen an dem Bus herumschrauben. Der zweite spielt auf dem Weg nach und in Florenz“, erzählt Thomas Schiffmann. Die Dubois-Arena sei dafür ein toller Spielort. Nicht nur, weil der bunt bemalte Dahaitsu-Bus nicht wie unter dem Theaterdach in der Pause gedreht werden muss, sondern durch die Arena fahren kann. „Die Atmosphäre unter freiem Himmel ist eine ganz andere. Wenn wir am Samstag spielen, fangen wir bei Tageslicht an und gehen in die Dämmerung und den Abend über.“ Freilufterfahrung hat die Schauspieltruppe aus der Nachbarstadt nicht nur durch ihren Auftritt in Borbeck mit „Toast Hawaii“ im vergangenen Jahr. „Wir haben auch schon oft auf der Haniel-Halde gespielt“, erzählt Schiffmann.

Wie die Geschichte, die das Ensemble in etwa zwei Stunden erzählt, ausgeht, verrät er nicht. Nur so viel: „Es geht nicht alles toll aus.“ Was er verrät, ist, dass es wie bei den Vorstellungen in ihrem Oberhausener Theater am Ende ein Medley mit allen Darstellern gegen wird.

Ein bisschen etwas aus „Hair“ darf da nicht fehlen.

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