Noch keine Planer für Schul-Umbau in Rüttenscheid in Sicht

Die Stern-Grundschule wird erweitert, so viel steht fest: Nur wann und wie, bleibt weiter offen. Bislang hat sich noch kein geeignetes Unternehmen für den Umbau gefunden.
Die Stern-Grundschule wird erweitert, so viel steht fest: Nur wann und wie, bleibt weiter offen. Bislang hat sich noch kein geeignetes Unternehmen für den Umbau gefunden.
Foto: Dominik Göttker
Eigentlich sollten die ersten Entwürfe zur Erweiterung der Stern- und Andreas-Grundschule Ende 2016 vorgelegt werden. Das dürfte knapp werden.

Essen-Rüttenscheid.  Es ist ein Paradoxon: Die Stadt hat dank Förderprogrammen von Bund und Land in den nächsten vier Jahren satte 300 Millionen Euro für die Sanierung von Schulen zur Verfügung. Die Auftragsvergabe aber gestaltet sich als schwierig.

So musste im Fall der Sterngrundschule die Ausschreibung sogar ganz aufgehoben werden: Den fünf Planungsbüros, die ihre Angebote zur Erweiterung der Schule eingereicht hatten, fehlte es entweder an Referenzen oder an wettbewerbsfähigen Preisen. Das hat die Stadt auf Nachfrage mitgeteilt und gleichzeitig beteuert, dass es dadurch nicht zu zeitlichen Verzögerungen komme.

Schulamtsleiterin drängt auf zügigen Baustart

Vielmehr könne die Stadt nun auf dem freie Markt nach potenziellen Schulplanern suchen. Wann und wie es weitergeht, mochte das zuständige Amt für Immobilienwirtschaft allerdings nicht konkretisieren. Noch im September hatte Schulamtsleiterin Regine Möllenbeck die Hoffnung geäußert, dass die Pläne für die Erweiterungsbauten an der Stern- und Andreas-Grundschule Ende des Jahres vorgelegt werden können.

Irmgard Krusenbaum, Grünen-Ratsfrau und Mitglied des Schul- und Jugendhilfeausschusses, kennt das Problem: „Für die Stadt wird es immer schwieriger, Unternehmen für ihre Bauvorhaben zu finden. Viele Firmen setzen im Baumboom auf die Privatwirtschaft, die oft bereit ist, mehr zu zahlen.“

1000 neue Wohnungen in Rüttenscheid verstärken Kinderzuwachs

Die Politikerin weiß, wie sehr die Zeit drängt: Nicht zuletzt müsste auch Lehrern und Eltern bei der Raumplanung und Gestaltung noch ein Mitspracherecht eingeräumt werden. Die aber wurden bislang weder über den aktuellen Sachstand, noch über das weitere Vorgehen informiert. Druck auszuüben sei allerdings müßig, mahnt Krusenbaum zum Dialog: „Die Immobilienwirtschaft ist personell unterbesetzt und arbeitet ohnehin schon am Limit.“

Dass bis zum Baustart nicht allzu viel Zeit vergehen sollte, hatte auch Regine Möllenbeck verdeutlicht: Nicht zuletzt die 1000 neuen Wohnungen, die in den nächsten Jahren in Rüttenscheid entstehen, dürften den erfreulichen Kinderzuwachs im Stadtteil noch verstärken.

 
 

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