Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach

Die Arbeiten an der Dachkonstruktion der neuen Haupttribüne sind bereits fortgeschritten.
Die Arbeiten an der Dachkonstruktion der neuen Haupttribüne sind bereits fortgeschritten.
Foto: Olaf Fuhrmann
Hinter dem Georg-Melches-Stadion lässt es sich wie im Zeitraffer beobachten: Plötzlich geht alles ganz schnell. Bis April sollen insgesamt 2000 Einzelteile verbaut werden. Schließlich wird das Dachfachwerk an insgesamt 40 Stützen hängen, 27 Meter werden diese Pylonen über das Spielfeld ragen.

Essen.. Als Fan von Rot-Weiss Essen möchte man sich die Augen reiben und einfach nur wundern: Eine gefühlte Ewigkeit wurde von einem neuen Stadion geredet. So lange, bis nur wenige noch daran geglaubt haben dürften, dass es eines Tages tatsächlich gebaut würde.

Und nun lässt es sich hinter dem Georg-Melches-Stadion wie im Zeitraffer beobachten: Plötzlich geht alles ganz schnell. Drei der vier Tribünen stehen, in diesen Tagen beginnen die Arbeiten an der aufwendigen Dachkonstruktion. Die ausführende Firma aus Österreich wählt einen vielversprechenden Vergleich: Mit 1300 Tonnen entspricht die Tonnage der Kuppel des Reichstages in Berlin. Und dennoch wirke die Konstruktion „leicht und transparent“.

Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Bis April sollen insgesamt 2000 Einzelteile verbaut werden. Schließlich wird das Dachfachwerk an insgesamt 40 Stützen hängen, „eindrucksvolle 27 Meter“ werden diese Pylonen über das Spielfeld ragen, als „sichtbares und markantes Symbol“.

Noch bedarf es dafür reichlich Phantasie. Noch prägt Beton den ersten Eindruck. Da das Wetter bislang mitgespielt habe, liegen die Bauarbeiten im Zeitplan heißt es. Nun wird am Innenausbau gearbeitet, an Heizung, Lüftung...

Die neue Regionalligasaison soll im Mai im neuen Stadion eröffnet werden, ein Jahr später soll die „erste Ausbaustufe“ des Stadion mit der vierten Tribüne vollendet sein. 20.000 Zuschauer wird es Platz bieten, verteilt auf 9000 Steh- und 11.000 Sitzplätze.

Ob es ein ganz „normales Stadion“ sein wird oder eines, in dem sich der vielbeschworene „Mythos Hafenstraße“ weiterleben lässt, wird sich erweisen müssen. Es liegt an RWE, am sportlichen Erfolg.

Eine Baustelle gilt es dafür zu schließen: Noch verhandeln Verein und Stadionbetreiber über die finanziellen Rahmenbedingungen. So viel steht laut städtischer Grundstücksverwaltung GVE fest: In der Regionalliga muss RWE nichts zahlen. Spielt der Verein höherklassig, verlangt die GVE eine Umsatzbeteiligung, gestaffelt je nach Liga.

 
 

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