Neues Haus im historischen Gewand

Foto: WAZ Fotopool

Borbeck..  Das Lob kam aus berufenem Munde: „Dieses Projekt ist bundesweit einzigartig“, sagte Josef Tumbrinck bei Eröffnung der „neuen“, frisch sanierten Voßgätters Mühle. Was der Vorsitzende des Naturschutzbundes NRW damit meint, liegt auf der Hand. Die Naturschutzjugend Mülheim/Essen ist derzeit wohl der einzige autonome Verein im NABU Ruhr, der eigenständig ein Natur- und Jugendzentrum führt.

Das runderneuerte Hauptquartier der NAJU Mülheim/Essen kann sich sehen lassen. Mehr als 200 Besucher kamen zur Feier anlässlich der Wiedereröffnung und nahmen das sanierte, aber nichtsdestotrotz historischer denn je anmutende Domizil in Augenschein.

Schafe und zwei Lämmer

In der Tat wirkt die Mühle mit ihrer frisch verfugten Fassade durchaus authentisch. Und den Worten von Ulrich Wiegands vom Trägerverein der Mühle folgend, soll dies noch längst nicht der letzte Schritt gewesen sein, der Mühle ein originalgetreues Gesicht zu geben: „In naher Zukunft wollen wir den Pausmühlenbach in das Ensemble Voßgätters Mühle integrieren.“

Doch erst einmal hatten zur Wiedereröffnung die Gratulanten das Wort. Zu denen zählte – etwas überraschend – auch Renate Spät. Die Ministerialrätin vertrat Holger Becker. Der Staatssekretär des Umweltministeriums hatte sich, so Wienands, „bei einem Fahrradunfall bedauerlicherweise Frakturen an beiden Armen zugezogen“ und musste kurzfristig seinen Besuch absagen. Auch Renate Spät zeigte sich von dem 500 000-Euro-Projekt beeindruckt, lobte das „tolle Engagement“ aller an der Sanierung Beteiligten.

Fehlten eigentlich nur noch Bürgermeister Rolf Fliß (Grüne), der das Projekt in der Vergangenheit stets unterstützt hatte, und der Vorsitzende des Trägervereins, Dr. Horst Pomp, der unter dem Applaus der Gäste Rainer Maas, Chef der NAJU Mülheim/Essen, den Schlüssel der Voßgätters Mühle offiziell überreichte.

Bereits am Vorabend, am Samstag, hatte die Naturschutzjugend eine Party gegeben – mit Bühne und Livemusik. Doch davon war am Sonntag gegen Mittag nichts mehr zu sehen. Stattdessen bevölkerten ein paar lammfromme Schafe samt doppelten Nachwuchs – die künftigen Haupdarsteller des neuen Weide- und Landschaftspflegeprojekts der NAJU – das Areal rund um die Mühle. Apropos: In den nächsten Wochen soll das Außengelände der Mühle auf Vordermann gebracht werden. Die Kurse, die die NAJU anbietet, finden allerdings wieder wie gewohnt statt, nachdem das Büro aus den Containern wieder in das neugestaltete Haupthaus übersiedelte.

 

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