Neue DLRG-Rettungsstation in Heisingen steht im Rohbau

Über den Rohbau freut sich die Essener DLRG-Spitze: (v. r.) Bezirksleiterin Sandra Bellendorf, ihre Stellvertreter Andreas Wieser und Udo Lang, Andreas Wagener (Leiter Einsatz) und Thomas Müller (Beirat).
Über den Rohbau freut sich die Essener DLRG-Spitze: (v. r.) Bezirksleiterin Sandra Bellendorf, ihre Stellvertreter Andreas Wieser und Udo Lang, Andreas Wagener (Leiter Einsatz) und Thomas Müller (Beirat).
Foto: Mike Filzen
Die alte Rettungsstation aus den 30er-Jahren zählt zu den ältesten in Deutschland. Weil sie aus allen Nähten platzte, muss modernisiert und angebaut werden. OB Paß lobt beim Richtfest das ehrenamtliche Engagement der Lebensretter. Jetzt gibt’s eine große Bootshalle und einen teilbaren Schulungsraum.

Essen-Heisingen. Die Sonne strahlte beim Richtfest am Ufer des Baldeneysees: Sechs Monate nach dem ersten Spatenstich steht der Rohbau der modernisierten und erweiterten DLRG-Rettungsstation Heisingen. „Ich hoffe, dass wir die neuen Räumlichkeiten Anfang des nächsten Jahres einziehen können“, sagt Essens DLRG-Chefin Sandra Bellendorf.

Die alte Rettungsstation, erbaut vor genau achtzig Jahren, zählt zu den wohl ältesten DLRG-Posten in ganz Deutschland. Allerdings platzte der Altbau zuletzt aus allen Nähten und die ehrenamtlichen Lebensretter litten nach anstrengenden Einsätzen so manches Mal unter schwierigen sanitären Bedingungen. Die neue, erweiterte Rettungsstation hingegen wird sich geräumiger, heller und komfortabler präsentieren: mit einer großen Bootshalle und einem darüber liegenden, teilbaren Schulungs- und Jugendraum. Die DLRG bildet nicht nur Rettungsschwimmer und Wasserretter, sondern auch künftige Bootsführer aus.

Unterstützung für die Feuerwehr

Oberbürgermeister Reinhard Paß unterstrich, welch wertvolle ehrenamtliche Arbeit die DLRG-Wasserrettung am Baldeneysee leiste: „Allein in diesem Jahr gab es schon 268 Einsätze.“ Besonders hob er die Notfallhilfe der DLRG beim Orkantief Ela hervor, als 15 Lebensretter beim Pfingst-Open-Air in Werden Konzertbesuchern Schutz gewährten.

Der „Klassiker“ bei der Baldeney-Wasserrettung sind vorrangig gekenterte Segel- und Ruderboote – erst recht, wenn Regatten gefahren werden. Immer häufiger unterstützt die DLRG in den letzten Jahren aber auch die Feuerwehr. Wenn sich Radfahrer auf den Uferwegen verletzen oder Senioren mit Kreislaufschwäche zusammenbrechen, leisten die Ehrenamtlichen rasche Ersthilfe. Denn häufig erreicht ihr Boot die andere Uferseite schneller als das Rettungsfahrzeug der Feuerwehr. „Die DLRG ist eine wertvolle Unterstützung für uns“, betonte Feuerwehr-Chef Ulrich Bogdahn.

Immenser Einsatz der Essener Arbeit

Die Rettungsstation verfügt über eine Flotte von sechs Booten, darunter zwei Schlauchboote, die während der Saison (März bis Oktober) an Wochenenden und Feiertagen auf dem Baldeneysee kreuzen. „10 bis 15 Leute sind dann im Einsatz“, erklärt Sandra Bellendorf.

Die An- und Neubauten kosten voraussichtlich 350.000 Euro einschließlich der DLRG-Eigenmittel über 45.000 Euro. Nicht exakt bezifferbar ist der immense Einsatz der Essener Arbeit auf der DLRG-Baustelle. Das Team legte die Fundamente und Fliesen und errichtete Decken und Wände. Außerdem ist die Essener Arbeit zuständig für die Malerarbeiten. Zuschüsse und Unterstützung gibt es ferner von der Sparkasse Essen, der Krupp-Stiftung und der Stadt Essen.

Die bisher in Altendorf angesiedelte DLRG-Geschäftsstelle wird im Januar an den Baldeneysee umziehen.

 
 

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