Neue Betten und neue App für Frühchen

Er ist das prominenteste Frühchen des Ruhrgebiets: Bodo Hombach, ehemaliger Medien-Manager, ehemaliger Politiker und jetzt Honorar-Professor, kam 1952 „als Sieben-Monats-Kind auf die Welt. Nach dem Inkubator war ich das dickste und größte Baby im Krankenhaus“, erzählte Hombach, 64 Jahre später knapp zwei Meter groß und kräftig, am Mittwoch beim Weltfrühchentag in der Uniklinik. Dort wurde nach sechs Monaten Bauzeit die erweiterte und modernisierte Station für kranke Neugeborene eröffnet. „In unserer Kinderklinik betreuen wir pro Jahr 600 Neugeborene, die besondere ärztliche Unterstützung brauchen – Tendenz steigend“, erklärte Prof. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor der Uniklinik. Zwei ehemalige Patientenzimmer werden jetzt mit acht Betten für die Neugeborenenmedizin genutzt.

Schon Interessenten aus Finnland

Die Uniklinik nutzte den Weltfrühchentag zudem, um ihre neue Handy-App „Frühstart“ vorzustellen. Damit können Eltern Daten rund um ihr Baby erstmals einem ausgewählten Kreis, wie Verwandten oder behandelnden Ärzten, zugänglich machen. „Ich hätte mich gefreut, wenn es früher eine solche App gegeben hätte. Sie macht vieles einfacher“, sagte Oberärztin Dr. Britta Hüning, Mit-Entwicklerin der App und Mutter von zwei Kindern. Die App wurde gerade auf der Medica, der weltgrößten Medizinmesse in Düsseldorf, vorgestellt. Dort gab es erste Interessenten aus Finnland.

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