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Farbige Feier

Neonsplash“-Party in der Grugahalle - keiner der 1200 Gäste ging sauber nach Hause

20.05.2012 | 16:19 Uhr
Neonsplash“-Party in der Grugahalle - keiner der 1200 Gäste ging sauber nach Hause
Neonsplash erobert die Grugahalle in Essen. Foto: Olaf Fuhrmann

Essen.   Rund 1200 Technofans kamen zur „Neonsplash“-Party in die Grugahalle. Ein Trend, der gerade nach Europa schwappt. Die nahezu komplett in weiß gekleideten Partygäste statten sich mit zahlreichen Flaschen Neonfarbe aus, die sie dann im Laufe des Abends auf sich und – nicht selten – auf alle anderen verteilen.

Dass sich Fans elektronischer Musik zu Tausenden in Hallen versammeln und bei ohrenbetäubender Musik die Nacht durch tanzen, ist ein altes Phänomen – die berühmteste Indoor-Techno-Party, die Mayday in Dortmund, gibt es zum Beispiel schon 21 Jahre.

Sich dabei aber gegenseitig mit Kunstfarbe zu besudeln und Teil eines Lichtspektakels zu werden – das ist neu. Beim sogenannten „Neonsplash“ trafen sich am Samstag rund 1200 Technofans in der Grugahalle zur gemeinsamen Party. Ein Trend, der gerade nach Europa schwappt.

Das Konzept: Die nahezu komplett in weiß gekleideten Partygäste statten sich mit zahlreichen Flaschen Neonfarbe aus, die sie dann im Laufe des Abends auf sich und – nicht selten – auf alle anderen verteilen. Durch die Vielzahl verschiedener Farben, alle hautneutral und gut abwaschbar, wandelt sich die Tanzfläche in ein besonderes Farbschauspiel.

Namhafte DJs wie der gebürtige Berliner Roman Böer alias „Tocadisco“ sorgten gemeinsam mit einer technisch aufwändigen Bühnenshow und zahlreiche Akrobaten für die standesgemäße Unterhaltung. Anfangs musste sich die Technofans allerdings noch zurückhalten. Ein großflächiger Countdown kündigte den sogenannten „Paint-Drop“, den gemeinsamen Beginn der Farbschlacht, an.

"Neonsplash"-Gäste wurden mit Farbe besprüht

Gegen zwei Uhr in der Nacht war es dann soweit. Alle Versuche, halbwegs einfarbig zu bleiben, waren vergebens. Zu Farbschleudern umgebaute Konfetti-Kanonen stellten schließlich sicher, dass wirklich jeder bunt nach Hause ging. Das Programm versprach Musik bis morgens um sieben.

Die Tatsache, dass die Zuschauerzahl die von Veranstalter angestrebte Marke von 5000 Gästen deutlich verfehlte und die Grugahalle somit mindestens eine Hausnummer zu groß erschien, tat der Stimmung keinen Abbruch. Andere „Neonsplash“-Parties in deutschen Großstädten waren in deutlich kleineren Hallen veranstaltet worden. „Macht nichts, Hauptsache, die Leute hatten Spaß“, erklärte am Sonntag Siamak Ghofrani von der Veranstalterfirma. Die Party in Essen war im Internet-Netzwerk „Facebook“ vollmundig als „größte Neonsplash-Party überhaupt“ angekündigt worden.

Neben einem hohen Personalaufwand verschliss die „Paint-Party“ auch jede Menge Material. Eine Fläche von insgesamt 2000 Quadratmeter musste mit Folien und Teppichen abgedeckt werden. Knapp 1000 Liter Farbe wurde in Laufe des Abends über den Tanzenden verschüttet.

Das Konzept - vergleichbar mit einer Mischung aus „Blue Man Group“ und elektronischem Musikfestival - konnte zumindest die anwesenden Partygäste überzeugen: „Die Farbparty ist halt etwas völlig Neues. Was vor Jahren mal die Schaumparty war, ist jetzt der Neonsplash“, sagt eine buntverschmierte Besucherin.

Jonathan Krause

Kommentare
23.05.2012
09:35
LiloPuder | #14 TEIL 2
von michelino | #16

Essen viele Großveranstaltungen. Da können Sie die Realität noch so oft verdrehen wie Sie wollen, Sie liegen daneben. Die haben aber nicht den...
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2012-05-20 16:19
Neonsplash-Party, Party, Grugahalle, Essen
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