Nebenjobs bringen Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß 27.600 Euro

Wolfgang Kintscher
Foto: Kerstin Kokoska
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Essens Stadtoberhaupt Reinhard Paß führt weitere 9.200 Euro Einnahmen an die Stadtkasse ab. Die Einkünfte des Oberbürgermeisters lagen vergangenes Jahr geringfügig unter denen von 2010. Die Bezüge für den Sitz im Verwaltungsrat der Sparkasse nehmen dabei den Löwenanteil ein.

Essen. Neben seinem Einkommen als Stadtoberhaupt hat Oberbürgermeister Reinhard Paß im vergangenen Jahr 36.800 Euro an Nebeneinkünften erzielt – von denen durfte er aber „nur“ 27.600 Euro behalten. Dies geht aus der laut Korruptionsbekämpfungs-Gesetz vorgeschriebenen Übersicht hervor, die Paß in dieser Woche dem Rat der Stadt zur Kenntnis geben muss.

Wie schon im Vorjahr speist sich das zusätzliche Salär im Wesentlichen aus den Bezügen, die der OB im Verwaltungsrat der Sparkasse Essen (15.600 €) und bei seinem alten Arbeitgeber, der DMT GmbH & Co. KG (5.400 €) erzielt. Diese sind ebenso wie die 600 Euro aus dem Aufsichtsrat der RWE Power AG nicht von der Abführungspflicht betroffen.

Diese greift vor allem bei jenen Aufsichtsrats-Posten, die Paß in städtischen Beteiligungs-Gesellschaften bekleidet – von Messe (2.800 €), Entsorgungsbetrieben (2.600 €) bis zur Verkehrs- und Versorgungs-Holding EVV (2.200 €) und der Sparkassen-Tochter ProEss (1.200 €). Hinzu kommen der Regionalbeirat West der RWE AG (5.200 €) sowie die Margarethe Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge (1.200 €). Von diesen zusammengenommen 15.200 Euro darf Paß 6.000 behalten, der Rest plumpst ins Etatloch.