Nationalbank baut Stellen ab

Janet Lindgens

Die National-Bank AG will in den kommenden drei Jahren rund zehn Millionen Euro Kosten einsparen und plant deshalb einen Stellenabbau in größerem Umfang. Der Vorstand verhandelt derzeit mit dem Betriebsrat über die Streichung von 50 bis 70 Stellen. Das bestätigte der Vorstandsvorsitzende Thomas A. Lange dieser Zeitung. Außerdem prüft das Essener Geldinstitut im Moment die Auslagerung zweier Bereiche, wovon nochmals 40 bis 60 Mitarbeiter betroffen sein könnten. Derzeit beschäftigt die National-Bank 820 Mitarbeiter.

„Der Vorstand wird alles daran setzen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden“, sagte Lange. Ausschließen könne er sie zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht. Der Jobabbau wird vor allem die Zentrale in Essen treffen. Die Kunden sollen davon nichts spüren. Von der möglichen Auslagerung betroffen wären indes die Handelsabwicklung, der Zahlungsverkehr sowie die technologische Infrastruktur. Neben dem geplanten Personalabbau hat die Bank zu Jahresbeginn auch ihre Führungsebenen von fünf auf drei reduziert. Die Zahl der Bereichsleiter sank damit von 16 auf 9.

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Jahresüberschuss der Bank um zwei Millionen auf 16,5 Millionen Euro. 2011 war allerdings das Jahr mit dem zweitbesten Ergebnis in der Firmengeschichte. Angesichts des niedrigen Zinsumfeldes ging 2012 auch der Zinsüberschuss von 102,6 Millionen (2011) auf 96 Millionen Euro zurück.