Nachwuchs für den Skulpturenpark

14 Objekte gehören mittlerweile zum Skulpturenpark des Heimat- und Verkehrsvereins. Deren hohe Qualität hat Kettwig einen guten Namen in der Kulturlandschaft des Ruhrgebiets verschafft.

Zum 30-jährigen Bestehen des Skulpturenparks kam im vergangenen Jahr die Überlegung auf, die öffentliche Sammlung zu erweitern. Schließlich ist es mittlerweile acht Jahre her, dass die Einweihung des „Schneiderlein“ und des „Märchenbrunnen“ gefeiert werden konnte. „Einen Wettbewerb zu veranstalten, war uns zu teuer“, sagt Katrin Engelhardt. Sie leitet den Skulpturenpark und ist auch Vorsitzende des HVV-Ausschuss Stadtplanung/Standortpflege/Kunst/Kultur. Warum in die Ferne schweifen? In diesem Ausschuss sind auch das Künstlerpaar Miriam Gießler und Hubert Sandmann und der Bildhauer und Maler Norbert Pielsticker Mitglieder. Sie wurden um Entwürfe gebeten - und legten sie auch anlässlich des Skulpturenpark-Jubiläums vor.

Am vergangenen Dienstag präsentierten sie auch der Bezirksvertretung ihre Ideen - und die dazugehörigen Standorte. Die Skulptur „Fisch vermählt“ von Gießler und Sandmann soll ihren Standort in Vor der Brücke am Brückenkopf bekommen. 4,60 Meter hoch ist sie geplant, und sie soll die Nähe zum Wasser symbolisieren. Miriam Gießler: „Der Kubus erstrahlt in türkisfarbenem Licht, der goldene Ring, den die beiden Fische aus Edelstahl in ihren Mäulern tragen, ist aus Plexiglas.

Auf der anderen Ruhrseite, vor dem Türmchen der ehemaligen Scheidtschen Tuchfabrik - jetzt Uferpalais - sieht Norbert Pielsticker den idealen Platz für seine Skulptur. „Das Tuch“ - so hat er sie genannt. „Die Kettwiger sollen damit auf Tuchfühlung gehen, und Tuch hat Kettwig ja auch betucht gemacht.“ Aus Stahl soll sie sein, seine Skulptur, gefaltetes Tuch, filigran im oberen Bereich, bodenständig am Sockel. Vier Meter hoch und acht bis zehn Tonnen schwer - beeindruckende Maße.

Eine städtische Jury empfiehlt die Umsetzung beider Entwürfe, und Bezirksbürgermeister Michael Bonmann verspricht, „dass wir beitragen, was in unseren Kräften steht“. Rund 120 000 Euro würde die Realisierung beider Projekte kosten - „ich weiß, dass wir einen langen Weg vor uns haben“, sagt Katrin Engelhardt.

 
 

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