Essen

Nach Tumulten im Rheinbad: Ausweiskontrollen in Freibädern in Essen? Das sagt die Stadt

Das Grugabad in Essen-Rüttenscheid.
Das Grugabad in Essen-Rüttenscheid.
Foto: FUNKE Foto Services

Essen. Sommerzeit ist Freibadzeit. Doch einigen Menschen scheint die Hitze in letzter Zeit zu Kopf gestiegen zu sein: Vor allem Freibäder in Nordrhein-Westfalen machten negative Schlagzeilen. So auch das Oststadtbad in Essen-Freisenbruch und das Rheinbad in Düsseldorf.

Die Landeshauptstadt ging aufgrund der wiederkehrenden Tumulte einen drastischen Schritt und führte Ausweiskontrollen ein. Nach einer Woche ist die Stadt zufrieden, wie eine Sprecherin der der Deutschen Presse-Agentur erklärte.

Essen: Ausweiskontrolle in den städtischen Freibädern?

Auch die laufende Videoüberwachung und die Anwesenheit von Security-Mitarbeitern stelle für die meisten Besucher kein Problem dar.

Ist die Einführung einer Ausweiskontrolle auch in Essen eine Option? Derzeit gibt es in den städtischen Freibädern – dem Grugabad, den Freibädern in Dellwig und Steele, dem Seaside Beach Baldeney sowie den Schwimmzentren in Kettwig und Freisenbruch – noch keine Ausweispflicht.

Und das soll auch erst einmal so bleiben, wie die Stadt auf Anfrage von DER WESTEN erklärt. Derzeit sei eine solche Maßnahme in Essen nicht geplant. „Diese Pflicht wird nicht als geeignetes Mittel gesehen, da durch eine Ausweispflicht alle Badegäste unter Generalverdacht gestellt werden würden“, so eine Sprecherin.

Hinzu komme, dass nur die Polizei die Erlaubnis hat, Personalien festzustellen.

Freibäder in Essen: Sicherheitspersonal wird eingesetzt

Dennoch spielt die Sicherheit der Badegäste auch in Essen eine wichtige Rolle. Bereits seit 1993 setzt die Stadt Essen daher Sicherheitspersonal in den Freibädern ein, heute sind sie noch immer in Kettwig, in der Oststadt und im Grugabad vor Ort.

„Sie sollten ursprünglich die Badegäste schützen – insbesonderer vor Diebstählen und Übergriffen – und bei Streitereien schlichten“, so die Stadt weiter. „Inzwischen dient der Einsatz aber auch dem Schutz des Personals und Unterstützung bei renitenten Badegästen, die den Anweisungen der Aufsicht nicht Folge leisten.“

Dadurch soll ermöglicht werden, dass sich das Badpersonal besser auf die eigentliche Aufgabe, die Schwimmsicherheit, konzentrieren kann.

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Nach Tumulten: Stadt stockt Sicherheitspersonal auf

Nach den Tumulten im Oststadtbad reagierte die Stadt Essen prompt und stockte den Sicherheitsdienst auf. „Im Grugabad wird je nach erwartetem Besucheraufkommen das Sicherheitspersonal auf bis zu 16 Personen aufgestockt.“

„Im Oststadtbad und im Freibad Kettwig wurde das Sicherheitspersonal grundsätzlich von drei auf sechs erhöht.“

Bei Verstößen gegen die Hausordnung greife die Stadt zudem härter durch. Die Stadt Essen erklärt: „Auch kleinere Verstöße werden nicht mehr geduldet, sondern mit einem Hausverbot geahndet.“

Bei kleineren Verstößen kann es von einem Rausschmiss bis hin zu einem Hausverbot für die ganze Woche kommen. Größere Verstößen werden strenger bestraft: „Es kann auch ein Hausverbot für die laufende Saison oder mehrere Jahre ausgesprochen werden.“

 
 

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