Nach langer Suche bekommt Niederfeldsee ein Bistro

Rüdiger Hagenbucher
Foto: FUNKE Foto Services
Seit gut zwei Jahren wertet der Niederfeldsee den Stadtteil Altendorf auf. Nur ein passender Gastronom wurde noch gesucht. Jetzt ist er da.

Altendorf.  Wenn das nicht eine gute Nachricht für Altendorf, ach was, für ganz Essen ist: Zur nächsten Saison bekommt der Niederfeldsee die lang ersehnte Gastronomie. Holger Kesting (47) eröffnet im März die „RADmosphäre am See“.

Vor gut zwei Jahren wurden der Niederfeldsee fertiggestellt und die 62 Neubauwohnungen bezogen. Mit einer Ausnahme: Das für einen gastronomischen Betrieb vorgesehene Ladenlokal blieb verwaist. „Wir haben niemanden ‘reingelassen“, sagt Allbau-Prokurist Thomas Balke selbstbewusst. Denn es wäre sicherlich einfach gewesen, eine Pizzeria oder eine Shisha-Bar am Seeufer zu eröffnen. „Doch das Konzept muss zum Naherholungsgebiet passen. Deshalb muss man Geduld mitbringen“, fügt er hinzu.

Ein mehr oder weniger glücklicher Zufall brachte nun Holger Kesting und die Allbau AG zusammen. Der Gastronom betreibt seit acht Jahren erfolgreich die „Erzbahnbude“ am Dreistädteeck Gelsenkirchen/Bochum/Essen. Als dort Allbau-Bereichsleiter Christian Knibbe eine Pause auf einer Radtour einlegte, war der Groschen gefallen: „Das ist genau das Konzept, das wir für den Niederfeldsee suchen.“

Bei Holger Kesting, studierter Betriebswirt, ehemaliger Fahrradkurier in Hamburg und als Lebenskünstler bekannt, rannten die Essener offene Türen ein. „Ich kannte den See von einer Radtour“, erinnert er sich an recht positive Eindrücke.

Die künftige „RADmosphäre am See“ wird sich allerdings deutlich von der „Erzbahnbude“ unterscheiden. „Die Bude ist Camping, hier wird es Gastronomie“, kündigt er an. In Zahlen: 50 Sitzplätze an Hochtischen und auf Couchen im Innenbereich, dazu rund 40 Plätze auf der Außenterrasse. Wenn die Stadt zustimmt, werden am Wochenende auch mal ein Grill angeworfen und rund 20 Sonnenstühle und -schirme genutzt. Auf die Gäste wartet eine „Bistro-Karte“ mit Flammkuchen, Obst und Gebäck. Als Gäste erhofft er sich die Radfahrer auf dem Ruhrradschnellweg als auch Anwohner aus dem umliegenden Quartieren.

Doch ebenso wichtig wird der Service für die Radfahrer sein. Für sie steht z. B. ein Kompressor für die Reifen zur Verfügung. Fällt jedoch eine Reparatur an, schickt Holger Kesting die Radtouristen zum Ehrenzeller Platz, wo die neue Diakonie einen eigenen Laden betreibt.