Essen

Nach Grippe-Welle ist vor Magen-Darm – Experte: „Norovirus ist noch unberechenbarer!“

Noroviren bringen den Magen-Darmtrakt durcheinander und sorgen für Durchfall sowie  Erbrechen. (Symbolbild)
Noroviren bringen den Magen-Darmtrakt durcheinander und sorgen für Durchfall sowie Erbrechen. (Symbolbild)
Foto: Daniel Karmann
  • Durchfall und Erbrechen Folgen des Norovirus
  • Ansteckungsgefahr besonders hoch

Essen. Erst Grippe-Welle, jetzt Magen-Darm-Virus? Hatte die letzten Wochen die Grippe-Welle das Ruhrgebiet fest im Griff, droht jetzt der Norovirus auf den Pott zu zurollen. „Der Norovirus ist auf dem Weg“, so Dr. Rainer Kundt, Ärztlicher Leiter vom Essener Gesundheitsamt.

Er warnt: „Der Norovirus ist noch unberechenbarer als der Grippe-Virus!“ Der Virus ist einer der häufigsten Erreger von akuten Magen-Darm-Erkrankungen.

Noroviren tagelang ansteckend

Durchfall und Erbrechen sind häufig die Folge des Norovirus. Der Virus verläuft meist kurz und heftig. Die Ansteckungsgefahr beim Norovirus sei besonders hoch, so Kundt: „Der Norovirus ist auch Tage, nachdem die Symptome abgeklungen sind, noch ansteckend.“ Vor allem im Erbrochenen sei die Ansammlung der Viren besonders hoch. Deshalb steckten sich etwa Eltern häufig bei ihren Kindern an, nachdem die sich übergeben haben.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Grippewelle flaut langsam ab – nur im Norden geht es weiter

„Wir haben einige Tote zu beklagen!“ – Darum hat die Grippe-Welle Essen besonders heftig erwischt

• Top-News des Tages:

„Mörder!“: Demonstrant in Marxloh beschimpft Steinmeier und dreht durch – Polizei greift hart durch

Pferd auf Hof am Niederrhein mehrfach vergewaltigt - Kamera filmte die widerlichen Taten

-------------------------------------

Das kannst du zum Schutz tun

Die Viren fühlen sich traditionell in der Kälte am wohlsten. Bis Ostern ist noch Grippe-Saison, so der Gesundheits-Experte. Die Grippe-Welle der letzten Saison hatte laut Robert-Koch-Institut deutschlandweit 385 Tote gefordert. Auch Essen war heftig von der Grippe getroffen. „Wir haben einige Tote zu beklagen“, so Essens Gesundheits-Experte Kundt.

Er rät zur Vorbeugung gegen den Norovirus zu regelmäßigem Händewaschen und nach Möglichkeit Abstand zu Viren-Infizierten. „Auch in die Armbeuge niesen hilft, denn die Viren fliegen bis zu zweieinhalb Meter weit,“ so Kundt.

+++++++++
Du willst immer wissen, was in Essen los ist? Dann klicke hier und hol dir den kostenlosen Essen-Newsletter von DER WESTEN.

 

EURE FAVORITEN