Nach dem Sturm - Baumreste müffeln und ziehen Kleintiere an

Thorsten Schabelon
Nach dem Sturm an dem Pfingstmontag liegen in Essen noch  Äste und Grünzeug an den Straßen herum.
Nach dem Sturm an dem Pfingstmontag liegen in Essen noch Äste und Grünzeug an den Straßen herum.
Foto: WAZ FotoPool
Die unschönen Überbleibsel des Pfingst-Unwetters sind im Essener Stadtbild unübersehbar. Aus vielen Haufen aus Ästen, die noch an den Straßen liegen, strömt ein unangenehmer Geruch. Auch Mäuse und Ratten haben sich bereits eingenistet. Die Entsorgung der Ast-Haufen wird noch länger dauern.

Essen. Sie gehören zu den unschönen Überbleibseln des Pfingst-Unwetters in Essen: Die vielen, vielen Ast-Häufchen und Ast-Haufen, die, drapiert mit Laub, im Stadtgebiet herumliegen. Inzwischen werden sie immer mehr zum Ärgernis.

Fast jede Straße der Stadt hat in diesen Tagen einen Haufen oder gleich mehrere Haufen mit den Baum- und Buschresten, die beim Unwetter vor zwei Wochen nicht weggeweht wurden. Schon deren Anblick macht wenig Freude. Aber der wird die Bürger noch länger ärgern. Das Amt für Straßen und Verkehr und die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) arbeiten zwar Hand in Hand, auf Hochtouren und waren auch am letzten Sonntag im Einsatz. Trotzdem kommt das große Aufräumen in den Straßen nur langsam voran. Die Entsorger, die noch länger mit dem Projekt „Ordnung“ beschäftigt sein werden, arbeiten ihren Plan ab: Erst die Hauptverkehrsstraßen, dann die Straßen mit Ampeln, dann die weiteren Straßen.

Baumschnitt weitgehend getrocknet

Letztere, die Nebenstraßen, sind meist reine Wohnstraßen. Und dort müssen sich die Bürger vor allem darauf einstellen, dass es mehr und länger riecht. Der Baumschnitt ist inzwischen weitgehend getrocknet und verströmt keineswegs nur angenehme Gerüche. Je nach dem, was nach dem Unwetter noch zwischen den Blättern und Ästen eingelagert wurde, wie gefüllte Tüten oder Säcke, entwickeln sich sehr unangenehme Düfte. Die werden mit zunehmender Sonne noch intensiver.

Hinzu kommt, dass es immer mehr Holzrestehaufen gibt, in denen es längst nicht mehr nur in der Nacht und in der Dämmerung raschelt. Kleintiere haben sie als natürlichen Schutzraum entdeckt. Und das sind nicht nur Mäuse, sondern auch, wie mehrfach berichtet wurde, Ratten. Die schätzen eine gewisse Nähe zum Menschen, denn bei dem fällt für sie immer wieder etwas ab.