Museums- und Erlebniswelt "Gaseum" zieht ins Ruhrmuseum

Die Erlebniswelt  „Gaseum“ in der zweiten Etage des ehemaligen Grugabad-Restaurants eröffnete 2010 – nun zieht sie um ins Ruhrmuseum.
Die Erlebniswelt „Gaseum“ in der zweiten Etage des ehemaligen Grugabad-Restaurants eröffnete 2010 – nun zieht sie um ins Ruhrmuseum.
Foto: WAZ FotoPool
Die Museums- und Erlebniswelt "Gaseum" von Eon Ruhrgas zieht vom Grugapark auf das Gelände der Zeche Zollverein. Die Exponate aus 200 Jahren Gasgeschichte sind dort demnächst im Ruhrmuseum zu sehen. Man hofft durch den neuen Standort auf mehr Besucher.

Essen.. Das Ruhrmuseum wächst weiter: Erst jüngst wurde bekannt, dass das über 700.000 historische Bilder umfassende Fotoarchiv der Essener Stadtverwaltung künftig mit dem Foto-Bestand des Ruhrmuseums vereinigt wird und in die Kohlenwäsche auf Zollverein wandert, nun gibt es von einem neuen Zuwachs zu berichten: Das „Gaseum“ im Grugapark zieht um auf das Gelände des Weltkulturerbes.

Dort findet die Ausstellung, die seit ihrer Eröffnung vor genau drei Jahren 30.000 Besucher verzeichnete, ihr neues Zuhause. „Natürlich hoffen wir am neuen Standort auf mehr Besucher“, sagt Eon-Sprecher Christian Drepper. Als Museum sei das frühere Gastronomie-haus des Grugabades etwas ab vom Schuss gewesen. „Wir freuen uns über den Umzug ins Ruhrmuseum, unsere Exponate haben es verdient“, so Drepper.

Einige ausgewählte Stücke dieser einzigartigen Sammlung zur Geschichte des Gases sollen bereits in der großen Landesausstellung ‚1914 – mitten in Europa’ gezeigt werden“, verspricht Theo Grütter, Direktor des Ruhrmuseums. Diese Ausstellung wird im kommenden Jahr die Anfänge der Metropole Rhein-Ruhr in der Mischanlage der Kokerei Zollverein veranschaulichen. Hier sind dann vor allem die „alten Schätzchen“ des Gaseums gefragt: Glühstrümpfe - nach ihrem Erfinder Auer von Welsbach - Auerstrümpfe genannt, Gasbügeleisen, nostalgische Gas-Lampen, der erste Gas-Badeofen seiner Zeit von 1908 und manch anderes Exotisches, wie ein Diaprojektor aus dem 19. Jahrhundert, der wahlweise mit Gas und Elektrizität zu betreiben war.

Besonderer Höhepunkt ist das Gaslabor

Aber auch die Exponate der Erdgas-Ära von mannshohen Modellen modernster Erdgas-Untertagespeicher und Förderplattformen bis hin zu Bioerdgasanlagen und Verdichterstationen mit Jetturbinen dürften wieder ihr Publikum finden. Besonderes Highlight der Erlebniswelt Erdgas war bislang das Gaslabor: Hier wird der Besucher zum Forscher, der durch Experimente die Physik und Chemie der Gase kennenlernt und eine virtuelle Reise mit einem Fahrstuhl in eine Erdgaslagerstätte unter dem Meer antreten kann. Letzte Gelegenheit, die Ausstellung noch einmal am alten Standort zu besuchen, ist übrigens der Pfingstmontag, 20. Mai, von 14 bis 17 Uhr.

Gegründet wurde die Ausstellung noch im alten Ruhrgas-Haus an der Huttropstraße/Ecke Ruhrallee. Damals hatte das Museum eher interne Bedeutung, die Schwellenangst für normale Besucher sei natürlich groß gewesen, berichtet Drepper. „Der Umzug zur Gruga war so gesehen für uns bereits ein wichtiger Schritt nach vorne.“ Dem folgt nun der zweite, auf lange Sicht wohl endgültige. Und fürs Ruhrmuseum ergeben sich auch neue Perspektiven.

 
 

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