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München bekommt Bahnsteigtüren – ist das auch in Essen eine Option?

München soll als erste deutsche Stadt Bahnsteigtüren bekommen. Ist das auch für Essen eine Option?
München soll als erste deutsche Stadt Bahnsteigtüren bekommen. Ist das auch für Essen eine Option?
Foto: Wolfgang Wellige/MVG/dpa

Essen. Was es in europäischen Großstädten wie London und Paris schon jahrelang gibt, soll nun auch nach Deutschland kommen: München will als erste deutsche Stadt Bahnsteigtüren an U-Bahnhöfen einführen. Wie sieht es in Essen aus?

Auch in Essen werde das Thema Bahnsteigtüren an U-Bahnhöfen derzeit diskutiert, wie die Ruhrbahn auf Anfrage von DER WESTEN mitteilt. „Vorwiegend wird dieses System gestestet oder betrieben, wo fahrerlos betriebene Bahnen eingesetzt werden“, heißt es weiter.

Essen: So sieht das Sicherheitskonzept bei der Ruhrbahn bislang aus

Bislang sieht das Sicherheitskonzept an den Bahnhöfen in Essen wie folgt aus: In Essen und Mülheim sind nach Angaben der Ruhrbahn derzeit 750 Kameras eingesetzt.

Von Beginn des Betriebs an bis zum Ende halten sich an den größeren Bahnhöfen jeweils zwei Mitarbeiter auf, die für zusätzliche Sicherheit sorgen sollen.

„Auf jeden Bahnsteig befinden sich Notrufsäulen und sogenannte Notsignale, also Kästen mit einer gelben Lampe und einem Griff zum Herunterziehen. Stellt ein Fahrgast oder Passant fest, dass in einem U-Bahnhof ein Mensch ins Gleisbett geraten ist, kann er den Hebel bedienen – jede einfahrende U-Bahn wird gestoppt und kann nicht weiterfahren“, erklärt eine Sprecherin weiter.

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Erst vor einigen Wochen soll ein Jugendlicher einen 20-Jährigen auf die Gleise der U-Bahn geschubst haben. Zwar stellte sich dann heraus, dass der Mann auch aus Not gesprungen sein könnte (hier geht's zum ganzen Artikel), dennoch können Situationen wie diese vorkommen.

Wie die Ruhrbahn erklärt, befanden sich auch immer wieder Menschen auf den Gleisen, die alkoholisiert gewesen waren. Verletzt wurde niemand.

München führt als erste deutsche Stadt Bahngleistüren ein

München gab als erste deutsche Stadt bekannt, Bahnsteigtüren testen zu wollen. Durch die neuen Sicherheitsvorkehrungen an den Bahnsteigen, von denen die „Welt“ am Wochenende berichtete, soll unter anderem auf tödliche Vorfälle reagiert werden.

In den vergangenen Wochen wurden sowohl in Voerde (NRW) als auch in Frankfurt Menschen auf die Gleise geschubst, eine 34-jährige Mutter und ein achtjähriger Sohn starben.

Bis zur Einführung dauert es noch Jahrzehnte

Auch Betrunkene fallen immer wieder auf die Gleise oder Menschen begehen Suizid, wie die Münchner Verkehrsgesellschaft der Zeitung erklärte.

Die Pläne in München sind bereits bewilligt. Doch bis die Bahnsteigtüren tatsächlich in den U-Bahnhöfen sind, wird es noch eine Weile dauern. 2023 sollen erste Testdurchläufe a, U-Bahnhof Olympiazentrum beginnen, fertig entwickelt sind die Maßnahmen aber wohl erst in rund 20 Jahren.

Laut „Welt“ bewegen sich die Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Mehr dazu hier>>>

 
 

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