Mordkommission ermittelt nach Messerstecherei im Hauptbahnhof Essen

Bei einer Messerstecherei am Hauptbahnhof in Essen wurde mehrere Menschen schwer verletzt. (Foto: Wiebold/WAZ Foto Pool)
Bei einer Messerstecherei am Hauptbahnhof in Essen wurde mehrere Menschen schwer verletzt. (Foto: Wiebold/WAZ Foto Pool)
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Bei einer Messerstecherei im Hauptbahnhof in Essen sind am Dienstagabend zwei Personen (18, 20) schwer verletzt worden. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige im Alter von 25 und 26 Jahren fest. Die Polizei richtete eine Mordkommission ein.

Essen.. Blutiger Streit am Hauptbahnhof: Bei einer Messerstecherei am Bahnsteig 7 sind am Dienstagabend gegen 19.55 Uhr vier junge Männer verletzt worden, zwei davon schwer. Mindestens eines der Opfer schwebt nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr, beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Mann ohne Bewusstsein. Zwei weitere Personen erlitten nach ersten Erkenntnissen leichte Verletzungen.

Blutige Messerstecherei

Blutige Messerstecherei
nrw-aktuell.tv

Die Bundespolizei, die wegen des abendlichen Fußballspiels von Rot-Weiss Essen gegen den Wuppertaler SV vorsorglich mit starken Kräften vor Ort war, konnte noch am Tatort zwei Verdächtige festnehmen. Die beiden in der Türkei geborenen 25 und 26 Jahre alten Männer aus Essen wurden nach einer wundärztlichen Erstversorgung bereits am Abend von der Kriminalpolizei verhört. Über das Motiv der Auseinandersetzung ist noch nichts bekannt. Offenbar waren die zwei Gruppen von je vier bis sechs Leuten schon in der Bahnhofshalle aneinandergeraten. Am Gleis stachen sie dann laut Polizei „wechselseitig aufeinander ein“. Unter einem einfahrenden Zug fanden die Beamten später zwei Messer, die die Männer vermutlich zuvor auf die Gleise geworfen hatten.

Bei den beiden Schwerverletzten handelt es sich um zwei in Essen wohnhafte Libanesen im Alter von 18 und 20 Jahren. Sie lagen blutend am Bahnsteig und wurden mit lebensgefährlichen Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr hielten sich offenbar in Grenzen. Zwar waren die Gleise 7 bis 10 für den Bahnverkehr mehrere Stunden bis in die Nacht gesperrt, der Deutschen Bahn gelang es jedoch, den S-Bahnverkehr der Linien S1 und S9 sowie Regionalzüge über andere Gleise abzuwickeln.

Noch in der Nacht wurde eine Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Detlef Büttner gebildet. Sie wird nun die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung klären. Zeugen der Messerstecherei werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden (Tel.: 0201 / 8290).

 
 

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