Mongolischer Grill „Yellow River“ in Essen steht für Frische

Das asiatische Restaurant „Yellow River“ („Mongolisches Grill“)  befindet sich in der oberen Etage der Rathaus-Passage.
Das asiatische Restaurant „Yellow River“ („Mongolisches Grill“) befindet sich in der oberen Etage der Rathaus-Passage.
Foto: WAZ FotoPool
Das asiatische Restaurant „Yellow River“ in der oberen Etage der Esssener Rathaus-Passage versteht durch Vielfalt, frische Zubereitungsweise und freundlichen Service zu überzeugen. Außerdem geht’s erstaunlich ruhig zu. Das Angebot an Speisen ist riesig und gut organisiert.

Essen. Früher gab’s im chinesischen Restaurant den vielgeliebten Klassiker „indonesische Reistafel“. Wenn mich das damals schon verwirrt hat, hat mir der Besuch im „Yellow River“ in der Rathaus Galerie zumindest geografisch die Sprache verschlagen. Mongolischer Grill und Restaurant lautet die Bezeichnung, wobei Grill angesichts der Weitläufigkeit des Angebots eine echte Untertreibung ist. Aber zum Verständnis: Die Mongolei liegt zwischen Russland im Norden und China im Süden. Das reichhaltige Mittagsbuffet (9,50 Euro, Kinder zwischen 2,90 und 5,90) hält aber nicht nur chinesische, koreanische und thailändische Spezialitäten, sondern auch japanische Sushi bereit.

Hier findet man – wie in den meisten mongolischen Restaurants – also eher einen kulinarischen Mix aus der weiträumigen Nachbarschaft. Bestandteile der traditionellen mongolischen Küche wie Schaf, Ziege, Yak gibt’s hingegen eher nicht. Dafür ist das Angebot aber riesig und, was angenehm auffällt, gut organisiert. Die verschiedenen Gerichte sind mit Vorspeisen, Fleisch, Gemüse, Beilagen und Nachspeisen übersichtlich geordnet und vor allem beschriftet. Und dann muss man sich nur noch entscheiden: Meeresfrüchte, Rind-, Hühner-, Schweine-, Entenfleisch, Gemüse, Nudel- und Reisgerichte, ChopSuey, acht Schätze Sushi mit Oktopus, Tamago, Maki, Kappa, Tekka, gebackene Banane, Obst, mild, süß-sauer, scharf und, und, und....

Mit der Zubereitung auf dem mongolischen Grill wird das Abendbuffet (ab 15,90 Euro) dann sogar landestypisch. Man könnte auch à la carte speisen, aber die meisten Gerichte finden sich auf dem Buffet wieder. Leicht irritierend sind Beilagen wie Kroketten oder Pommes neben Krupuk und Saté-Sauce. Aber man muss sie ja nicht wählen. Vielmehr sollte man sich die Zeit für mehrere Gänge nehmen und dabei die einzelnen Komponenten gut aufeinander abstimmen. Dann kommt man in den Genuss gleich mehrerer asiatischer Themengerichte. Und Genuss ist hier tatsächlich der richtige Begriff – selbst für jemanden wie mich mit einer ausgeprägten Aversion gegen die Buffetgastronomie.

Die Vielfalt, die frische und krosse Zubereitungsweise und der freundliche Service überzeugen. Im Yellow River liegt der Fokus auf einem breiten Angebot und Funktionalität, und das ist bestens bedient. Dabei geht es hier übrigens trotz der Weite und Fülle erstaunlich ruhig zu. Und selbst dem „Terrassen“-Blick über die Rathausgalerie kann man an einem regnerischen Tag was abgewinnen.

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