Mit Kartoffelchips Englisch lernen

Werden.  „It’s icky!” sagt Ben bestimmt und verzieht sein Gesicht. „No, it’s yummy”, antwortet Lukas und greift noch einmal kräftig in die Tüte. Auf dem Stundenplan der Englisch plus-Klasse 5e am Werdener Gymnasium stehen heute Adjektive zur Beschreibung des Geschmacks. Englischlehrer Karsten Brill hat eine Palette von Wörtern zur Sinnesbeschreibung an die Tafel geschrieben: von eklig (auf englisch „icky”) bis lecker („yummy”) ist alles dabei.

Die Schüler erproben das Vokabular in dieser Stunde ganz praktisch: an englischen Chips. „Eine meine ersten Erinnerungen an meinen eigenen Schüleraustausch nach England sind diese kleinen Chipstüten in unfassbaren Geschmacksrichtungen”, sagt Lehrer Brill lachend. Diese Tüten gebe es heute immer noch und seien eben Teil der englischen Kultur.

Brill hat daher für seine Schützlinge zehn verschiedene Chipssorten organisiert, die diese nun in Gruppen testen. Darunter sind Geschmacksrichtungen wie eingelegte Zwiebeln, Bratensoße, Krabbencocktail oder auch Marmite, ein Hefe-Gewürz-Extrakt. Die Schüler diskutieren ihre Sinneserfahrungen und halten sie schriftlich fest.

Für eventuelle zukünftige Reisen ins Land der Queen seien die Fünftklässler gut vorbereitet. Sie wissen nun, dass Chips in Großbritannien „crisps” heißen. Wenn man dort „chips” bestelle, bekomme man Pommes frittes. „Und wer einmal in Essigchips gebissen hat, wird das Wort ,icky’ für eklig immer im Kopf behalten.”

 
 

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