Essen

Mit Einhornstaub in den Landtag? Das verbirgt sich hinter der Partei „Schöner Leben“

Die Partei „Schöner Leben“ will die politische Landschaft auf den Kopf stellen.
Die Partei „Schöner Leben“ will die politische Landschaft auf den Kopf stellen.
Foto: Schöner Leben
  • Mit Einhornstaub die Politik verändern?
  • Das ist das Ziel von der Jung-Partei „Schöner Leben“

Essen. Eine Szene-Bar in Rüttenscheid. Davor: Hippe Menschen, rauchend in Gespräche vertieft. Plötzlich taucht eine kleine Gruppe auf: Eine breit grinsende Hausfrau, ein Rollstuhlfahrer, ein junger Öko-Familienvater. Dazwischen: die Studentin von nebenan.

Zielstrebig stapfen (und rollen) sie mit Flyern bewaffnet in ihren politischen Kampf. Immer dabei : ein bisschen Einhornstaub.

„Schöner Leben“ will die Politik auf den Kopf stellen

Damit will die Essener Partei „Schöner Leben“ seit fast einem Jahr die politische Welt verändern. Doch hinter der blumigen Optik sowie viel- und doch auch nichtssagenden Inhalten wie einem „wertschätzenden, kreativem, achtsamem und phantasievollen, kurz gesagt, einem schönen Miteinander“ stecken echte politische Ambitionen.

Oberstes Ziel: „Die Menschen sollen wieder Bock auf Politik bekommen“, sagt Parteisprecher Andreas Brinck (36). Damit das gelingt, sollen Volksentscheide wichtiger werden. Der Wähler soll die Politik bestimmen, deshalb besteht das Parteiprogramm bislang auch fast nur aus Grundsätzen.

Einer davon: Die Partei will ein Grundeinkommen für alle, ganz ohne Bürokratie. Durch soziales Engagement soll die Grundsicherung aufgestockt werden können.

Mit Einhornstaub in den Bundestag

Alles linke Ideen? „Nein“, sagt Andreas Brinck. „Wie sind keine Abspaltung von Linken, sondern setzen uns aus vielen politischen Richtungen zusammen.“

Rund 125 Mitglieder hat die junge Außenseiterpartei. Sie ist in ganz NRW über die Zweitstimme wählbar. Nach dem Angriff auf den Düsseldorfer Landtag soll der Bundestag folgen. Deshalb bilden sie gerade bundesweit Freundeskreise. So nennen sie ihre parteilichen Ortsvereine.

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