Mieter erreichen Verbesserungen

Katernberg..  Es bewegt sich etwas in der Meerkamp-Siedlung in Katernberg, zwischen den Mietern und den Vertretern des Eigentümers, die aus Berlin kommen. Mehrfach hatte die Mieterinitiative die Eigentümer-Vertreter nach Katernberg zu Gesprächen eingeladen. Jüngst hat es geklappt. An Gesprächsbedarf mangelte es nicht.

Die Mieterinitiative hatte ihre Wunschliste an Themen aufgestellt und konnte danach hinter einigen Posten einen Haken machen. Bisher gab es im Mieterbüro nur eine Sprechstunde pro Monat. „Bei der Zahl der Mieter, die jedes mal kommen, ist das zu wenig“, sagt Wilhelm Arntz, einer der Sprecher der Mieterinitiative. Zukünftig wird zweimal im Monat ein Mitarbeiter der Firma Peloton GmbH aus Oberhausen, die die Wohnungen verwaltet, vor Ort sein. „Und wenn man in Oberhauen anrief, kam man nie durch. Auch das soll sich ändern, haben die Eigentümervertreter versprochen“, so Arntz. Zudem erhalte die Mieterinitiative einen Schlüssel für das Mieterbüro und könne die Räumlichkeiten nach Belieben nutzen. Und das will sie auch – für Info-Abende zum Beispiel oder einfach nur als Anlaufstelle. Bisher war dies tabu. „Unsere monatlichen Versammlungen werden wir aber wohl weiterhin im Bürgerzentrum Kon-Takt abhalten, da dort die Räumlichkeiten größer sind“, erklärt Wilhelm Arntz.

Ebenso wurde geklärt, wofür der ISD (Immobilien Service Deutschland) im Auftrag der Eigentümer in der Meerkamp-Siedlung zuständig ist: Winterservice, Gartenpflege, Haustechnik und Notdienste.

Die Frage der Mieterinitiative nach konkreten Investitionen blieb aber unbeantwortet. „Das bleibt immer noch Geheimnis der Eigentümer“, sagt Wilhelm Arntz. An Ideen, worin man investieren sollte bzw. müsste, mangelt es ihm nicht. Marode Balkone, Wärmedämmung, Anstrich usw. „Es gibt in Zukunft noch einiges zu tun. Aber das ist ein Anfang“, sagt Arntz.

Mieterinitiative will sich einbringen

Auch Igor Wenzel vom Bürgerzentrum Kon-Takt am Katernberger Markt, der Wilhelm Arntz und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern als Moderator zur Seite steht, sieht in den Gesprächsergebnissen einen Anfang: „Die Mieterinitiative fordert aber nicht nur, sie will sich ja auch selbst einbringen. Ich hoffe, dass sich bei den Eigentümern immer mehr die Erkenntnis durchsetzen wird, dass auch sie von der Mieterinitiative profitieren.“

Auf den nächsten Besuch aus Berlin werden die Katernberger wohl nicht so lange warten müssen. Im April tagt die Projektgruppe „Initiative Katernberg Nord“ wieder, zu der u.a. Wohnungsunternehmen gehören. „Unsere Eigentümervertreter wollen auch teilnehmen“, so Arntz.

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