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Massiver Hacker-Angriff auf Thyssen-Krupp - waren es Chinesen?

Die Hacker stahlen Informationen bei Thyssenkrupp. (Symbolbild)
Die Hacker stahlen Informationen bei Thyssenkrupp. (Symbolbild)
Foto: imago
  • Der straff organisierten Cyberbande gelang es schon im Frühjahr, bei Thyssenkrupp einzudringen
  • Die Hacker griffen Informationen aus dem Konzern ab
  • Täter kamen wohl aus China oder Südostasien

Essen. Das klingt wie in einem Cyber-Krimi!

Der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp ist Ziel einer großangelegten Hacker-Attacke geworden. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Wirtschaftswoche".

„Sechsmonatige Abwehrschlacht“

Demnach war es einer straff organisierten Cyberbande bereits Frühjahr gelungen, in die IT-Systeme des Unternehmens einzudringen. Die Attacken sind nach einer "sechsmonatigen Abwehrschlacht" inzwischen erfolgreich abgewehrt.

Mit "einigen Datensätzen" sei es den Hackern allerdings gelungen, Informationen aus dem Konzern abzugreifen.In der auf den Bau von Großanlagen spezialisierten Thyssenkrupp-Sparte Industrial Solutions waren demnach mehrere Standorte in Europa, Indien, Argentinien und den USA betroffen.

Staatliche Hilfe?

In der Stahl-Sparte griffen die Hacker das Walzwerk Hohenlimburg in Hagen an. Forensische Analysen hätten ergeben, dass die Täter aller Voraussicht nach "mit staatlicher Hilfe und den besten Angriffstechniken hochgerüstet" gewesen seien, wie die Zeitschrift in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet.

Kamen die Täter aus China?

Aus den Zeiten der Angriffe schloss die firmeninterne IT-Abwehr, dass die Angreifer ihren Ursprung in China oder einem anderen Land in Südostasien haben. Die Cyber-Hacker hatten sich demnach nahezu perfekt getarnt und verschafften sich in den IT-Systemen Hintertüren, um darüber später auf wertvolle Informationen zugreifen zu können.

Dem 18-köpfigen Sicherheits-Team des Konzerns gelang es dennoch, den Angriff aufzuspüren. "Wir fanden eine winzige Stecknadel im Heuhaufen", sagte der Leiter des Teams der "Wirtschaftswoche".

"Und das auch nur deshalb, weil wir gezielt danach suchen und Anomalien konsequent nachgehen."

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