Männer schlagen und bedrohen Putzmann im Hauptbahnhof Essen

Der Hauptbahnhof in Essen.
Der Hauptbahnhof in Essen.
Foto: Knut Vahlensieck/FUNKE Foto Services
  • Zwei Männer (29 und 48 Jahre) haben Reinigungskraft im Essener Hauptbahnhof bedroht: "Das nächste Mal bist du tot!"
  • Ein Täter schlug dem Bahnangestellten mit der Faust ins Gesicht
  • Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung

Essen.. "Das nächste Mal bist du tot!" Mit diesen Worten haben zwei Männer (29 und 48 Jahre) laut Bundespolizei eine Reinigungskraft (34) im Essener Hauptbahnhof bedroht, sind auf den Angestellten losgegangen und haben ihn ins Gesicht geschlagen. Jetzt ermittelt die Bundespolizei.

Laut Bundespolizei reinigte der 34-Jährige in der Nacht zu Mittwoch die Rolltreppe am Südausgang des Essener Hauptbahnhofs. "Dort wurde er von zwei bulgarischen Männern angesprochen und in ein zunächst freundliches Gespräch verwickelt", schildert die Bundespolizei. Im Verlauf des Gesprächs wechselte der Bahnmitarbeiter den beiden Männern sogar Bargeld.

"Das nächste Mal bist du tot!"

Offenbar schlug die Stimmung plötzlich um. Die Männer beschimpften die Reinigungskraft mit den Worten: "Du bist kein Moslem, du bist ein Ungläubiger weil heute Bayram ist." Und sie drohten: "Das nächste Mal bist du tot!" Laut Bundespolizei meinten die Männer mit "Bayram" ein hohes Fest der Muslime. Vermutlich bezog sich die Äußerung auf das Fest des Fastenbrechens, das am Dienstag begann. Dieses wird im Anschluss an den Fastenmonat Ramadan gefeiert. Ob es sich bei den beiden Männern oder dem Angestellten um Muslime handelt, sei laut einem Sprecher der Bundespolizei noch unklar.

Nachdem die Männer den Mitarbeiter verbal bedrohten, schlug ein Täter dem 34-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Der Angestellte wurde dabei leicht verletzt. In diesem Moment traf die Bundespolizei ein und griff ein. Die beiden Täter, die laut Bundespolizei alkoholisiert waren - einer hatte 1,96 Promille, der andere 1,32 Promille - wurden festgenommen und auf die Wache gebracht.

Die Bundespolizei ermittelt gegen die Männer nun wegen Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung.

 
 

EURE FAVORITEN