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Limbecker Platz in Essen: Schuh-Läden machen dicht – und gehen dramatischen Schritt

Im Limbecker Platz in Essen stehen einige Veränderungen an.
Im Limbecker Platz in Essen stehen einige Veränderungen an.
Foto: Funke Foto Services

Essen. Die Kunden im Limbecker Platz nutzen die Gelegenheit. Sie durchwühlen Regale, probieren Schuhe an. Bei Rieker und Kämpgen gibt es 20 Prozent auf bereits reduzierte Ware, bei Ecco sogar 50 Prozent auf alles. Die roten Schilder sind nicht zu übersehen: „Räumungsverkauf“ ist dort geschrieben.

Limbecker Platz: Radikale Rabattaktion

Der Grund für die Rabattaktion ist dramatisch: Insgesamt schließen in den kommenden Wochen sieben Schuhgeschäfte im Limbecker Platz. Das sind neben Ecco, Rieker und Kämpgen auch Lloyd sowie Runners Point. Geox und Roland haben den Anfang gemacht, sind bereits zu.

Bis die Ecco-Filiale bald schließt, haben die Mitarbeiter dort noch einiges zu tun. Am 31. Dezember ist das dann aber endgültig vorbei. Der Schuhladen verlässt den Limbecker Platz. Eine Verkäuferin erklärt: Der Onlinehandel setze den Geschäften zu, die Kundenfrequenz habe in letzter Zeit nachgelassen und außerdem verkauften sich Lederwaren nicht mehr so gut im Vergleich zu Textilschuhen.

+++ Limbecker Platz in Essen: Beliebtes Geschäft schließt +++

Limbecker Platz: Schuhläden vor Abgang

Bei Rieker läuft am 28. Dezember der Pachtvertrag aus: Nach zehn Jahren macht die Filiale dicht. Und bei Runners Point sind die ersten Kartons schon gepackt. Am Donnerstag verlässt das Sportschuhgeschäft den Limbecker Platz.

Auch, wenn viele Mitarbeiter der sieben Schuhläden nicht mehr im Limbecker Platz arbeiten werden, werden zumindest die meisten von ihnen nicht ihren Job verlieren. Sie werden zu anderen Filialen ihrer Arbeitgeber versetzt. Für eine Verkäuferin von Rieker dennoch ein dramatischer Schritt: „Nach zehn Jahren wird unser Team auseinandergerissen. Das ist schon nicht so einfach.“ So würden die Mitarbeiter des Schuhladens in verschiedene Filialen in anderen Städten versetzt.

Roland arbeitet an Sozialplan

Für die Mitarbeiter von Roland ist am Limbecker Platz schon lange Schluss: Die Filiale schloss bereits Ende November. Der Schuhkonzern habe an einem „Sozialplan“ gearbeitet. Das sagte eine Sprecherin von Roland gegenüber DER WESTEN.

Die verbliebenen 20 deutschen Filialen der Deichmann-Tochter übernimmt der Schuhhändler Görtz. Die Filiale im Limbecker Platz gehört nicht dazu.

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Weniger Auswahl für Kunden

Für die Kunden im Limbecker Platz bedeutet der Abgang der sieben Schuhgeschäfte jedenfalls eine deutlich geringere Auswahl. Es war zwar abzusehen, dass sich nach dem Ablauf der Zehnjahresverträge das eine oder andere Geschäft aus dem Essener Einkaufszentrum verabschieden wird, doch verliert der Limbecker Platz jetzt einen Großteil seiner Schuhläden. Sieben Schuhläden werden bis Anfang des Jahres schließen. (nk)

 
 

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