Land fördert Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard

Marcus Schymiczek
Eine 70 Meter lange Radwege-Brücke soll die Lücke über den Berthold-Beitz-Boulevard schließen.
Eine 70 Meter lange Radwege-Brücke soll die Lücke über den Berthold-Beitz-Boulevard schließen.
Foto: Essen
Das 70 Meter lange Bauwerk über den Beitz-Boulevard in Essen soll 2017 eröffnet werden. Land fördert Bau mit 1,6 Millionen Euro.

Essen. Als die zum Radweg umgebaute Gleisstrecke der Rheinischen Bahn im Kulturhauptstadtjahr 2010 feierlich eröffnet wurde, war die Freude groß unter Radfahrern wie Spaziergängern. Leider klafft bis heute eine gewaltige Lücke in der viel befahrenen Trasse. Für eine Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard fehlte seinerzeit das Geld. Der Brückenschlag wird nun nachgeholt.

Am Mittwoch gab Wirtschaftsminister Garrelt Duin dies der Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Karola Geiß-Netthöfel, schriftlich in Form eines Bewilligungsbescheides über ca. 1,6 Millionen Euro. Das Land fördert den Brückenbau damit zu 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent steuert der RVR bei. Duin hob bei der Übergabe auf die wachsende Bedeutung des Tourismus für das Ruhrgebiet ab. Es könne mit Museen punkten, aber eben auch mit Radwegen, so der Minister.

Brückenbau wird europaweit ausgeschrieben

Der Radweg auf der Rheinischen Bahn soll jedoch mehr sein als eine Route, auf der Touristen das Revier entdecken. Als Radschnellweg soll die Trasse das Radfahren im Alltag attraktiver machen. 2017 soll sie von Essen bis nach Duisburg an den Rhein führen. Essens Baudezernentin Simone Raskob erinnerte daran, dass der Radschnellweg eines der Leitprojekte der Stadt Essen bei der Bewerbung als Grüne Hauptstadt Europas gewesen ist. Aktuell endet die Trasse in Mülheim, wo sie den Brückenschlag über die Ruhr planen. Die 70 Meter lange und vier Meter breite Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard ist ein weiterer Mosaikstein – wichtig auch in puncto Verkehrssicherheit, wie Raskob betonte. Denn auf dem Boulevard seien seit dem Anschluss an die Bamlerstraße mehr Autos unterwegs.

Der Brückenbau wird nun europaweit ausgeschrieben, Mitte 2016 sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Fertigstellung im Grüne-Hauptstadt-Jahr gilt als ambitioniert. „Zur Not“, versprach Oberbürgermeister Thomas Kufen, „weihen wir auch eine Baustelle ein“.