Spanisches Kulturfestival feiert Premiere in Essen

Jennifer Schumacher
Dr. Giuliana Attolini von der Volkshochschule, Montserrat Cernuda Garcia und  Cristina Fernandez-Moser (spanischer Elternverein), Dr. Ekkehard Witthoff, Vorsitzender des Kreisverbands der Europaunion und Juan Fernando Luengo vom spanischen Elternverein. Foto: Sebastian Konopka
Dr. Giuliana Attolini von der Volkshochschule, Montserrat Cernuda Garcia und Cristina Fernandez-Moser (spanischer Elternverein), Dr. Ekkehard Witthoff, Vorsitzender des Kreisverbands der Europaunion und Juan Fernando Luengo vom spanischen Elternverein. Foto: Sebastian Konopka
Foto: WAZ FotoPool

Essen. Der Spanische Elternverein veranstaltet in Kooperation mit der VHS und der Europa Union ein dreiwöchiges Programm aus Lesungen, Tanz, Musik, Theater und Film. Mitstreiter sind u.a. Rafael Cortés und die spanischsprachige Pop-Band „A solas sin mi“.

Erst am Dienstag bedankte sich NRW-Integrationsminister Guntram Schneider bei den türkischen Zuwanderern für die Leistung der Gastarbeiter. In diesen Tagen jährt sich auch das Abwerbeabkommen mit Spanien zum 50. Mal. Anlass genug für den Spanischen Elternverein, in Kooperation mit der VHS und der Europa Union Essen ein Kulturfestival auf die Beine zu stellen.

Von Sonntag, 18. September, bis Sonntag, 9. Oktober, werden unter dem Motto „Von Spanien besEssen“ Lesungen, Theater, Weinreisen, Workshops, Weinproben, Konzerte und Filme angeboten. „Wir können mehr als Flamenco und Paella“, sagt Cristina Fernandez-Moser, die den spanischen Elternverein leitet, der seit 42 Jahren die spanische Gemeinde zusammenhält.

„Wir wollen es besser machen als unsere Eltern“

Rund 2000 Spanier leben zurzeit in Essen, Tendenz steigend. Die hohe Arbeitslosigkeit in dem beliebten Urlaubsland treibt vor allem junge Familien und Fachkräfte ins Ruhrgebiet. „Die Anfragen bei uns nehmen zu. Die Spanier erkundigen sich nach der hiesigen Infrastruktur, wo es Schulen gibt und man gut wohnen kann“, sagt Fernandez-Moser. Sie lebt in zweiter Generation in Essen und hat eine klare Mission. „Wir wollen es besser machen als unsere Eltern“, sagt sie und meint die verbesserte Integration. Aus den Gastarbeitern sind Mitbürger geworden und genau das soll das Kulturfestival transportieren.

Los geht es am Sonntag mit der Semestereröffnung der VHS, die ganz im Zeichen Spaniens steht. Ebenfalls in der VHS veranstaltet die Europa Union am 4. Oktober eine Podiumsdiskussion zum Umgang Europas mit Migration. Auch der Spanien-Botschafter Nummer eins in Essen, Rafael Cortés, beteiligt sich am Festival: Er bietet am Sonntag, 2. Oktober, von 14 bis 18 Uhr einen Workshop auf der Flamenco-Gitarre an. Außerdem tritt er am Freitag, 30. September, um 18 Uhr im Bürgermeisterhaus auf. Im Aalto-Theater präsentiert Ben Van Cauwenbergh am 24. September „Carmen/Boléro“, in der Zeche Carl spielt die spanischsprachige Popband „A solas sin mi“, in der Buchhandlung Proust liest Autor José F.A. Oliver, im Rathaus öffnet eine Fotoausstellung zur Migrationsgeschichte - das Programm ist üppig: „Wir wollten ursprünglich nur eine Woche füllen. Weil wir aber so viele Ideen hatten, sind daraus drei geworden“, sagt Fernandez-Moser.

Das komplette Programm kann man hier abrufen.