Ruhrpott-Revue zieht in die Zeche Fritz

Frank Siebers, Ulla Stenzel und Bodo Roßner (v. l.) von der Ruhrpott-Revue in ihrem neuen Domizil. 
Frank Siebers, Ulla Stenzel und Bodo Roßner (v. l.) von der Ruhrpott-Revue in ihrem neuen Domizil. 
Foto: Ruhrpott-Revue

Essen-Altenessen..  Die Ruhrpott-Revue zieht nach Chicago. Fans der bunten Truppe müssen nun aber nicht fürchten, dass das beliebte Ensemble ihrer Heimat Altenessen untreu geworden ist – im Gegenteil, ist doch damit das Restaurant „Chicago 33“ gemeint, das im Zechenensemble Fritz an der Heßlerstraße beheimatet ist. Nach monatelanger Suche nach einer festen Bühne ist der Kulturverein hier fündig geworden.

200 Sitzplätze vor dem Podium

Nach dem Abriss der Kirche und des Gemeindesaals im Palmbuschweg stand das ehrenamtliche Ensemble der Ruhrpott-Revue, das 2010 als Mehrgenerationen-Bühnenprojekt gestartet ist, plötzlich ohne Probebühne da. Bodo Roßner, Vorsitzender des Kulturvereins, nahm dies zum Anlass, nicht nur Ersatz für das Probendomizil zu finden, sondern auch nach einer festen Spielstätte im Essener Norden Ausschau zu halten – bisher ist das Ensemble stets durch diverse Gemeindehäuser, Kulturzentren und Feste getingelt. Auch weiterhin soll es Gastspiele geben, doch hat man nun mit dem „Chicago 33“ eine feste Basis.

„Wir sind überaus glücklich, in relativ kurzer Zeit eine ideale, eigene Spielstätte in unserem bevorzugten Stadtteil Altenessen gefunden zu haben, an der wir ab Oktober das erste regelmäßige Theaterangebot im Essener Norden präsentieren werden“, so Roßner.

Mit den Gastronomen einigten sich die engagierten Theatermacher darauf, den seitlichen Veranstaltungssaal in eine Theaterspielstätte umzuwandeln. Bisher hatten dort überwiegend Familienfeiern stattgefunden. „Die Optik des Saales ist kultig, sie passt zu den Inhalten der Ruhrpott-Revue“, meint Sabine Föhr, stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Für den Standort spreche auch die vorhandene Infrastruktur mit Bühnentechnik, Back-Stage-Bereich, 200 Sitzplätzen, ausreichend Parkplätzen und behindertengerechten Zugängen

Auch Doro Steentjes von der Geschäftsleitung des Chicago‘33 heißt die neuen Nachbarn willkommen: „Der Ruhrpott steht für das Nebeneinander der Kulturen, die Ruhrpott-Revue engagiert sich für multikulturelle Integration und wir haben seit längerem schon „Ruhrpott-Specials“ auf unserer Speisekarte. Das passt für unser Areal und für das bisher städtebaulich vernachlässigte Umfeld bedeutet das künftige Kulturangebot sicherlich eine bemerkenswerte Verbesserung.“

Im Juni will das Ensemble einziehen, in der ersten Spielzeit von Oktober bis Juni 2014 sind rund 20 Vorstellungen mit Eigenproduktionen vorgesehen, darüber hinaus will man auch Gastspielen und Konzerten offenstehen.

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