Kunstmesse C.A.R. blickt von Katernberg bis nach Korea

C.A.R. auf Zollverein: 150 Teilnehmer aus aller Welt zeigen Arbeiten auf 5000 Quadratmetern. Das Angebot konzentriert sich diesmal auf drei Hallen.

Größe ist nicht alles: Auch wenn sich die Contemporary Art Ruhr, kurz C.A.R. , mit ihren drei Hallen (Halle 5, 12, Design Zentrum) und den 40 beteiligten Galerien von Köln bis Karlsruhe, von Brüssel bis Berlin in diesem Jahr etwas kleiner gesetzt hat, bleibt diese Kunstmesse im Revier – trotz zeitlicher Konkurrenz mit der Kölner Art. Fair für viele doch ein fester Anlauflaufpunkt. Einerseits Fenster in die Region, und doch international ausgerichtet, entwickelt sich die C.A.R. zu einem Format, das nicht immer weiter wachsen muss, um sich offenbar doch wachsender Beliebtheit zu erfreuen.

Figürliches tummelt sich zwischen hochglänzender Produktparade

„Die Messe wird jedes Jahr besser angenommen“, versichert Jutta Kabuth, die mit ihrer Gelsenkirchener Galerie von Anfang an dabei ist. Kabuth kennt das Dilemma, dass es für viele Kunstinteressierte aus dem Ruhrgebiet immer noch schicker ist, sich in Düsseldorf oder Köln umzusehen. Die C.A.R. weiß dieses Problem zu umgehen. „Wir haben jetzt auch Kölner und Düsseldorfer Galerien dabei“, erzählt C.A.R.-Ausrichter Thomas Volkmann. Angereist sind auch Aussteller aus Berlin, Leipzig und Dresden. Die Koreanerin Sun-jung Kim hat Zollverein zum Musterbeispiel für die postindustrielle Entwicklung ihrer Heimat auserkoren. Und aus Dänemark ist erstmals die Galerie Kirk dabei, die spannende Positionen von Rune Christensen und Stephan Geisler zeigen. Überhaupt bietet das Design Zentrum eine reizvolle Kulisse für die Begegnung von Kunst und Konsum. Viel Figürliches tummelt sich hier zwischen hochglänzender Produkt-Parade, auch unter Beteiligung der Essener Galerien, die Zollverein zwei Tage lang zum Showroom heimischer Positionen machen.

 
 

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