Fragments of Life - Zwei Musikerseelen auf einem Album

Die Musiker Joel Mozes van de Pol (links im Bild) und Amir Nasr.
Die Musiker Joel Mozes van de Pol (links im Bild) und Amir Nasr.
Foto: WAZ FotoPool

Essen..  Diese leisen, intensiven und zugleich eindringlichen Klänge, die Amir Nasr und Joël van de Pol auf ihrem ersten Album „Fragments of Life“ verewigt haben, sie lassen sich kaum in ein Genre pressen. Irgendwo zwischen Jazz und Weltmusik sagen die einen, als Life-Style-Sound bezeichnete es der Tontechniker der Fattoria Musica in Osnabrück, einem der renommiertesten Jazz-Aufnahmestudios in Deutschland.

2005 lernten sich die beiden Musiker, Saxofonist van de Pol lebt in Essen, Gitarrist Nasr in Bochold, an der ArtEZ-Musikhochschule in Arnheim kennen. „Zuerst haben wir immer für ein Abendessen in einer Bar in Arnheim gemeinsam gespielt. Das hat so gut funktioniert, dass wir weitergemacht haben“, sagt van de Pol. Der 34-Jährige erinnert sich noch gut an stundenlange Jamsessions - ausgerechnet in einem ehemaligen Bordell. „Um zu verhindern, dass die Häuser besetzt werden, vermittelt ein Büro leerstehende Gebäude an Studenten. Also habe ich dort gewohnt - und unsere Musik hat niemanden gestört“, erklärt er und lacht.

„Wir haben eben viele Fragmente aus unserem Leben einfließen lassen“

Die beiden haben ihre eigene Musik, die ganz ohne Gesang, dafür aber mit umso mehr Gefühl daherkommt. Der Name des Albums ist dabei Programm. „Wir haben eben viele Fragmente aus unserem Leben einfließen lassen“, sagt Amir Nasr, der in Teheran geboren wurde und neben Holland auch in Russland Musik studierte. Er komponiert selbst und lässt wie van de Pol, der indonesische Wurzeln in sich vereint, all die Weltoffenheit in seine Lieder einfließen. Dabei beweist Nasr sein Talent auch in weiteren Projekten, wie dem Theaterstück „Frühling und Hoffnung“ unter der Regie von Ana Zirner, das den Folkwang-Preis erhielt und auf zahlreichen Festivals aufgeführt wurde.

Das Herzblut der Musiker aber hängt an „Fragments of Life“, wie van de Pol sagt: „Dieses Album ist das Ergebnis all unserer musikalischen Einflüsse, das sind einfach wir.“

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