Kreative Klasse will sich als Marke etablieren

Judith Haselroth, Vorsitzende des neuen Vereins „Kreative Klasse“ vor ihrem Designshop „Wohngemeinschaft“ in Rüttenscheid.
Judith Haselroth, Vorsitzende des neuen Vereins „Kreative Klasse“ vor ihrem Designshop „Wohngemeinschaft“ in Rüttenscheid.
Foto: WAZ FotoPool

Essen.. Die Kreative Klasse macht auch ohne die Stiftung Zollverein weiter. So soll im September wieder ein Festival der Kreativwirtschaft auf die Beine gestellt werden. Außerdem will der Verein beweisen, dass Kreativwirtschaft nicht nur in Berlin Bestand hat.

Noch sind sie eine Art „Graswurzelbewegung“, die Mitglieder des neu gegründeten Vereins „Kreative Klasse“. Nachdem die Stiftung Zollverein, die das Netzwerk für Kreativschaffende 2007 ins Leben rief, ausgestiegen ist, machen die Akteure nun auf eigene Faust weiter. Unter Vorsitz von Judith Haselroth, die in Rüttenscheid den Designshop „Wohngemeinschaft“ betreibt, wollen die 20 Gründungsmitglieder eine eigene Marke etablieren.

Der Begriff Kreativwirtschaft ist dabei breit gefächert. Von Designern, Architekten über Metallbauer und Hochzeitsplaner bis hin zum Veranstalter einer Feuershow reicht das Spektrum. Ein „Ideenpott“, den es sich auszuschöpfen lohnt, findet Judith Haselroth. Sie habe der Kreativen Klasse eine Menge zu verdanken. So gewann sie mit ihrer Geschäftsidee 2008 den „Newcomer Award“, der ihr manche Tür öffnete. „Ich möchte gerne etwas zurück geben“, begründet sie ihr Engagement.

„Unter dem Dach der Kreativen Klasse können wir als eine starke Marke auftreten“

Oliver Koschmieder, Sprecher des Vereins und Junior-Berater im PR-Unternehmen „comessen“, ergänzt: „Unter dem Dach der Kreativen Klasse können wir als eine starke Marke auftreten. Den Zuschlag für die Werbekampagne Ruhr.2010 erhielt ein Unternehmen aus Hamburg. Dabei hätte es ausreichend heimische Unternehmen gegeben“, sagt Koschmieder. Die Kirchturmdenke, dass Kreativwirtschaft nur in Berlin heimisch ist, will der Verein gründlich umkehren.

Erstes Ziel ist jedoch die Organisation eines Festivals der Kreativwirtschaft. Vom 17. bis 25. September sollen Firmen, Freiberufler und Kulturschaffende Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren. „Ein Tag der offenen Tür reicht nicht mehr“, sagt Judith Haselroth. Interessierte Firmen können sich über die Webseite anmelden, die in Kürze an den Start geht, oder das nächste Treffen des Vereins am Dienstag, 7. Juni, ab 19 Uhr bei Kötter, Giradetstr. 46, besuchen.

 
 

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