Klare Mehrheit der Studenten stimmt für das Semesterticket

Fünf Tage lang hatten die Studenten der Uni Duisburg Essen Zeit, an der Urabstimmung über das Semesterticket teilzunehmen. Der Andrang war schon beim Start am Montag, 20. April, groß – wie das Bild vom Essener Campus zeigt.
Fünf Tage lang hatten die Studenten der Uni Duisburg Essen Zeit, an der Urabstimmung über das Semesterticket teilzunehmen. Der Andrang war schon beim Start am Montag, 20. April, groß – wie das Bild vom Essener Campus zeigt.
Foto: FUNKE Foto Services
Lang ist über den Erhalt des Semestertickets diskutiert worden – nun haben die Studenten an der Uni Duisburg-Essen mit klarer Mehrheit dafür gestimmt.

Essen.. Die Studenten der Universität Duisburg Essen (UDE) haben sich in einer Urabstimmung mit einer klaren Mehrheit von 92,7 Prozent für eine Beibehaltung des Semestertickets ausgesprochen. Vorausgegangen war eine heftige Debatte über das Ticket, das in den kommenden Jahren teurer werden soll. Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (Asta) der Uni hatte ein Angebot des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) daher zunächst abgelehnt.

In der vergangenen Woche konnten nun die Studenten ihr Votum zu dem Ticket abgeben, das gegen eine einmalige Gebühr jeweils ein Semester lang freie Fahrt in Bussen und Bahnen im gesamten VRR-Gebiet garantiert. Bis zum Ende der Abstimmung am Freitagnachmittag machten davon 34,69 Prozent der Studenten Gebrauch; das nötige Quorum von 32,27 Prozent wurde damit souverän erreicht – und nur 6,5 Prozent der Stimmen entfielen auf Nein. Wie wichtig den rund 35 000 Wahlberechtigten das Thema war, zeigt der Vergleich mit der Wahl zum Studentenparlament im vergangenen Jahr: Da lag die Wahlbeteiligung bei mageren 7,29 Prozent

Ein Aus wäre fatal gewesen

„Das Semesterticket bleibt also erhalten. Wir begrüßen das Votum als Asta ausdrücklich“, sagt Mobilitätsreferent Marcus Lamprecht. Freilich hatte sich der Asta zuvor auf einen Poker mit dem VRR eingelassen, der das Ticket von 2016 bis 2020 stufenweise von jetzt 114 Euro pro Semester (sechs Monate) auf 160 Euro erhöhen wollte. Obwohl die Studenten damit auf den Monat umgerechnet immer noch erheblich weniger zahlen als etwa Azubis, hatten viele Asten in NRW die Erhöhung als unzumutbar dargestellt. Argumentiert wurde meist mit der Preissteigerung „von mindestens 40 Prozent“ bis 2020 – das klang dramatischer als der tatsächliche Preis des Tickets.

Im Laufe der Debatte setzte sich in der Studentenschaft aber die Erkenntnis durch, wie fatal ein Aus für das Ticket wären. Auch der Asta habe nun geworben: „Ticket retten – Ja ankreuzen“, betont Lamprecht. Obwohl die Verteuerung nun komme, sei das Ringen mit dem VRR keineswegs sinnlos gewesen: So habe man Erfolge wie bei der Fahrrad-Mitnahme erzielt: „Wir haben das Beste für die Studierenden ‘rausgeholt.“

 
 

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