Werden hilft: Standort Volkswald ist gut gewählt

Die Sportanlage am Volkswald ist einer der geplanten Standorte für Flüchtlingsunterkünfte.
Die Sportanlage am Volkswald ist einer der geplanten Standorte für Flüchtlingsunterkünfte.
Foto: WAZ
Die Flüchtlingsinitiative Werden hilft will sich in Heidhausen engagieren, wenn auf dem Sportplatz am Volkswald ein Flüchtlingsdorf errichtet wird.

Essen-Werden..  Der Platz für Flüchtlinge wird knapp - 3422 Neuankömmlinge werden in diesem Jahr in Essen erwartet. Und die Flüchtlingsheime sind überfüllt, alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Da Obdachlosigkeit definitiv nicht die Lösung sein kann, will die Stadt in den kommenden Wochen zwei Flüchtlingsdörfer bauen. Einer der Standorte wird voraussichtlich der Sportplatz Am Volkswald in Heidhausen sein (diese Zeitung berichtete).

Schutz und nah der Infrastruktur

Eine Entscheidung für diesen Standort ruft die Flüchtlingsinitiative „Werden hilft“ auf den Plan. Vorsitzender Andreas Brinck: „Der Standort am Volkswald ist gut gewählt. Er bietet Schutz und ist gleichzeitig relativ nah zur übrigen städtischen Infrastruktur. Auch wenn der Verfall des Volkswald sehr zu bedauern ist, wird die Anlage dort einem äußerst guten Zweck zugeführt. Laut derzeitigem Zeitplan der Stadt wird sich das Flüchtlingsdorf am Volkswald bereits ab der zweiten Augusthälfte mit Bewohnern füllen.“

Die Bereitschaft, auch dort zu unterstützen, sei selbstverständlich vorhanden. „ Jeder Anwohner sollte die Nähe zum Flüchtlingscamp suchen und sehen, wie er oder sie helfen kann. Die Menschen dort brauchen unsere Hilfe. Bei ‘Werden hilft’ sehen wir uns unserem Namen verpflichtet und helfen ja bereits auch an anderen Werdener Standorten wie dem Löwental“, sagt Brinck.

So hat die Initiative zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung IX einen Antrag eingereicht, der die Errichtung eines Klettergerüstetes hinter dem Asylbewerberheim im Löwental zum Ergebnis haben soll. Mehr als 1500 Euro hat das Jugend- und Bürgerzentrum Werden für diesen Zweck bereits gesammelt - aus BV-Mitteln solle der Betrag aufgestockt werden.

Auch im Erstaufnahmelager Opti-Park in Altendorf sind Werden-hilft-Mitglieder regelmäßig in der Kleiderkammer aktiv.

Andreas Brinck: „Am Volkswald möchten wir in Absprache mit den Behörden schauen, wie wir beispielsweise mit einem Sport- und Freizeitangebot für Kinder und Erwachsene helfen können, die Lage der Menschen zu verbessern. Vielleicht kann auch ein Zelt als Kleiderkammer bereitgestellt werden.“

Weitere Informationen zur Flüchtlingsinitiative gibt es auf der Homepage des Vereins unter werdenhilft.de oder in der gleichnamigen Facebook-Gruppe.

 
 

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