„Werden hilft“ sammelt Informationen

Auf dem ehemaligen Kutel-Gelände in Essen-Fischlaken baut das Land eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge - ab Herbst 2015 sollen dort rund 800 Menschen untergebracht werden.
Auf dem ehemaligen Kutel-Gelände in Essen-Fischlaken baut das Land eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge - ab Herbst 2015 sollen dort rund 800 Menschen untergebracht werden.
Foto: WAZ

Essen-Fischlaken.  Die ersten Baucontainer stehen, das komplette ehemalige Kutel-Gelände in Fischlaken ist eingezäunt. Bis zum Herbst 2015 sollen dort Unterkünfte für rund 800 Flüchtlinge entstehen.

Vor rund einem Monat haben sich Bürger in der Initiative „Werden hilft!“ zusammengeschlossen. Rund 200 sind es mittlerweile, die für eine Willkommenskultur im Stadtteil sorgen wollen. Am kommenden Montag, 15. Dezember, treffen sie sich wieder - ab 20 Uhr in den Domstuben an der Brückstraße.

Seit Gründung am 6. November hat sich um Initiator Andreas Brinck ein Team aufgestellt. „Alles Leute, die frühzeitig dabei waren und konkrete Hilfe angeboten und sie direkt mit mir umgesetzt haben”, sagt Andreas Brinck. „Am Montag möchten wir diesen Kreis vergrößern und noch mehr Menschen aktivieren.”

Noch bevor der Mietvertrag für die Einrichtung zwischen Stadt und Land in trockenen Tüchern ist, laufen bei Brinck und seinem Team in diesen Wochen viele Fäden zusammen. Vor wenigen Tagen fand ein wichtiger Termin mit Sozialdezernent Peter Renzel und seinem Team statt. Es ging um ein erstes persönliches Kennenlernen und darum, den Informationsfluss zwischen Stadt und Organisation zu fördern.

Die Werdener Helfer erhielten aus erster Hand Informationen zur genauen Planung und dem aktuellen Stand der Organisation, außerdem die Möglichkeit, sich in die Planungen einzubringen und mitzugestalten. „Es ist erstaunlich, wie ernst wir genommen wurden.”, sagt Rhena Beckmann-Fuchs von ‘Werden hilft!’ nach dem Termin. „Wie hier auf pragmatische Weise gemeinsame Lösungen überlegt werden und auch unmittelbare Erfahrungen an uns weitergegeben wurden, ist angenehm,“ lautet das Fazit von Andreas Brinck.

Stefan Dohrmann, der das Team von der Flüchtlingshilfe komplettierte: „Wenn all das stimmt, was wir gehört haben, bin ich zuversichtlich, dass es eine gute Zusammenarbeit geben kann, und wir in Essen nicht solche Zustände wie in Bayern bekommen werden.”

Peter Renzel ist an Transparenz gelegen. Sein Team wird beim nächsten Termin von „Werden hilft!“ am Montag vor Ort sein. Die Mitarbeiter möchten ebenfalls informieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Auch wenn es im Moment nicht auf alles eine Antwort gibt, wollen sie unbeantwortete Fragen auf jeden Fall mitnehmen, um sie zu klären.