Trainieren im „Street Workout Park“ in Essen-Werden

Der „Street Workout Park“ im Löwental steht kurz vor der Fertigstellung. Von einfachen Übungen wie Liegestütz bis hin zu einarmigen Klimmzügen am Gerüst ist alles dabei.
Der „Street Workout Park“ im Löwental steht kurz vor der Fertigstellung. Von einfachen Übungen wie Liegestütz bis hin zu einarmigen Klimmzügen am Gerüst ist alles dabei.
Foto: Thomas Gödde
  • Neuer Bewegungs-Parcours am Ruhrufer im alten Strandbad Löwental ist fertig
  • Gearbeitet wird bei diesem Trendsport nur mit dem eigenen Körpergewicht
  • Bis zu 30 Personen sollen gleichzeitig auf der Anlage in Werden trainieren können

Essen-Werden..  Anhänger des Trendsports Calisthenics freuen sich über den neuen Bewegungs-Parcours am Ruhrufer im alten Strandbad Löwental. Kristian Schäfer ist Initiator der Sportanlage „Street Workout Park“, seine Motivation: „Wichtig ist das Gemeinschaftsgefühl, man verabredet sich über soziale Medien, gibt sich Hilfestellung, feuert an. Hier wird Sport nicht gegeneinander, sondern miteinander betrieben.“ Gerade junge Menschen werden angesprochen, für Schäfer auch eine soziale Aufgabe: „Diese Vereinsamung vor dem Computer ist doch schrecklich!“

Erschreckendes Ergebnis einer Studie des Essener Gesundheitsamtes: Bereits jedes dritte Essener Kind im Alter zwischen sechs und sieben Jahren leidet unter Koordinationsstörungen, jedes fünfte Kind unserer Stadt ist übergewichtig. Wesentliche Ursachen sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel.

„1000 Herzen für Essen“ fördert Projekte im gesamten Essener Stadtgebiet

Daher hat das Contilia Herz- und Gefäßzentrum die Sozialinitiative „1000 Herzen für Essen“ ins Leben gerufen. Die Initiative fördert Projekte im gesamten Essener Stadtgebiet. Unter dem Motto „Herz-Kreislauf“ sind stets am 1. Mai alle Sportbegeisterten aufgerufen, auf Zeche Zollverein etwas für ihr eigenes und das Herz anderer zu tun. Rund 750 Läuferinnen und Läufer nahmen beim ersten Lauf 2015 teil.

Aus den Startgeldern dieses Laufes und eines Charity-Golfturniers gingen 10 000 Euro zugunsten des Projektes „Street Workout Park“ im Löwental. Die Bezirksvertretung IX vergab nach eingehender Prüfung durch jüngere BV-Mitglieder 15 000 Euro aus ihren Mitteln. Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann nahm den Spatenstich vor, gemeinsam mit Dr. Oliver Bruder und Dr. Christoph Naber, Chefärzte der Klinik für Kardiologie und Angiologie im Elisabeth-Krankenhaus.

Klimmzugstangen und Barren

Calisthenics ist Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. Funktionell und kreativ zugleich, mit Klimmzugstangen, Barren und Hangelleitern. Von einfachen Übungen wie Liegestütz bis hin zu einarmigen Klimmzügen ist alles dabei. Die schwarz lackierten Geräte haben gute Qualität, zinkbeschichtetes Material: „Das hält ewig. Da werden die kommenden Generationen noch Spaß dran haben.“

Ohne Gebühr und Öffnungszeiten

Im Löwental steht nun die erste Essener Anlage ohne Gebühr und Öffnungszeiten. Die Anlage in der Gruga ist zumindest am Wochenende überlaufen, obwohl es da Eintritt kostet. Ab Mitte Dezember, wenn der Beton aushärtet ist, wird es im Löwental sonntags angeleitetes Training auch für Anfänger geben, von 11.15 Uhr bis 13.45 Uhr. Genaue Termine sind auf der Facebookseite „Calisthenics Essen“ zu erfahren.

Coach Lennard Schmischke ist begeistert: „Die Anlage ist groß, über 30 Sportler können hier gleichzeitig in Form eines Zirkels trainieren.“ Die einen machen Klimmzüge an Stangen und Ringen, die anderen Kniebeugen und Liegestütze auf dem Rasen, noch andere drehen eine Laufrunde: „Die Pausenzeiten dürfen nicht zu lange dauern, man darf nicht kalt werden.“

 
 

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