Propsteistraße bleibt gesperrt

Der Hohlraum unter dem Julius-Hecker-Platz - dort befindet sich ein Bunker aus dem zweiten Weltkrieg - wird mit Zement verfüllt. Roth/Funke Foto Services
Der Hohlraum unter dem Julius-Hecker-Platz - dort befindet sich ein Bunker aus dem zweiten Weltkrieg - wird mit Zement verfüllt. Roth/Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Noch mindestens fünf Wochen lang bleibt die Propsteistraße gesperrt - ein Tagesbruch ist die Ursache.

Essen-Werden..  Der Tagesbruch auf dem Julius-Hecker-Platz wird den Verkehr auf der benachbarten Propsteistraße wohl noch für mindestens fünf Wochen behindern: Die Stadtwerke Essen arbeiten momentan unter Hochdruck, um den Schaden so schnell wie möglich zu beheben. „Auch am Rosenmontag waren unsere Arbeiter zu Gange“, betont Dirk Pomplun, Sprecher der Stadtwerke Essen

Aktuell sind die Arbeiter der Stadtwerke damit beschäftigt, den Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, der durch den Tagesbruch entdeckt wurde, mit Zementflüssigkeit zu füllen. Dazu bohren sie zunächst Löcher in den Boden - bis zu 35 Meter tief.

In diese Löcher werden Stangen gesteckt, die unter einem Druck von rund zwei Bar die Zementflüssigkeit in die Hohlräume pressen. „Zwei Bar entsprechen dabei ungefähr dem Druck eines Autoreifens“, erläutert Pomplun.

Wie viel von dieser Flüssigkeit benötigt wird, lasse sich momentan ebenso wenig beurteilen, wie die Zeitspanne, die diese Arbeit noch in Anspruch nehmen werde: „Genauere Auskunft können wir erst geben, wenn die Verfüllungsarbeiten abgeschlossen sind“, betont Pomplun, der jedoch hofft, dass dies in einer Woche der Fall sei.

Dass der Hohlraum verfüllt werde, sei die Voraussetzung dafür, um mit den Kanalarbeiten erst beginnen zu können - sonst könnte das Erdreich absacken und damit Arbeiter und Geräte gefährden.

„Die dann folgenden Kanalarbeiten werden voraussichtlich vier Wochen in Anspruch nehmen“, so Pomplun. In dieser Zeit wird dann das circa 40 Meter lange Kanalrohr aus dem Jahr 1969 erneuert, das vor gut sechs Wochen für den Tagesbruch sorgte. So lange bleibt auch die oberirdisch liegende provisorische Leitung bestehen, die quer über die Propsteistraße verläuft.

Keine Probleme mit der seitdem bestehenden Straßensperre haben glücklicherweise die beiden anliegenden Krankenhäuser: „Unsere Einfahrt kann problemlos angefahren werden“, sagt Kathinka Siebke, Sprecherin des Sankt-Josef-Krankenhauses. Dasselbe gelte für das Evangelische Krankenhaus. „Nur zehn Meter weiter und wir wären ebenfalls betroffen gewesen“, sagt sie allerdings.

Aufatmen können auch die Geschichtsfreunde, denen kritisch aufgefallen war, dass die Gedenktafel für Johann Julius Hecker im Zuge der Arbeiten abgebaut wurde: Dirk Pomplum verspricht, dass die Tafel am Ende der Arbeiten wieder aufgestellt wird.

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