Onleihe der KÖB in Kettwig ist scharf geschaltet

In der KÖB ist jetzt Onleihe möglich.Annette Hömmerich (Mitte) erklärt Marlene Seppi und Jürgen Heck die Funktionsweise eines E-Book-Readers.
In der KÖB ist jetzt Onleihe möglich.Annette Hömmerich (Mitte) erklärt Marlene Seppi und Jürgen Heck die Funktionsweise eines E-Book-Readers.
Foto: FUNKE Foto Services
Per Mausklick können die Nutzer jetzt kostenlos ins digitale Bücherregal greifen.

Essen-Kettwig..  Mit der Zeit gehen, das ist für Anne Wittbecker wichtig. „Immer mehr Leute nehmen keine Bücher mehr mit in den Urlaub, sondern ihren E-Book-Reader“, hat die Leiterin der katholisch öffentlichen Bücherei St. Matthias festgestellt – und die Umstellung auf die Onleihe in die Hand genommen. Seit Mittwoch ist diese nun für die Nutzer der KÖB in Kettwig Auf der Höhe scharf geschaltet. Und zwar kostenfrei.

Bei der offiziellen Eröffnung musste Pfarrer Sven Goldhammer allerdings keinen roten Button drücken, das Einloggen funktioniert mit Lesernummer und Leserkonto-Passwort. Möglich macht es das Portal libell-e.de, eine virtuelle Zweigstelle der Kirchlichen öffentlichen Büchereien der Verbunds-Diözesen Freiburg, Köln, Limburg, Mainz, Rottenburg-Stuttgart und Trier unter Federführung des Borromäusvereins. 6000 Medien stehen 365 Tage im Jahr per Download zur Verfügung.

Der Griff in die digitale Bibliothek – also auswählen, einloggen, herunterladen – ist so einfach und doch ein riesiger Schritt für Anne Wittbecker und ihre 20 ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen. Denn die mussten sich erst einmal fit machen für die Materie. Zumal – und daran erinnerte Wittbecker in ihrer kleinen Ansprache mit einem Augenzwinkern – ja erst vor drei Jahren überhaupt ein Telefon in der KÖB installiert worden war. Der Bestand wurde online gestellt, was das Bestellen und Verlängern der Medien per Computer möglich macht.

Nun also der „Meilenstein“ Onleihe, der finanziell schon ein Kraftakt sei, wie Wittbecker erklärt. Mit Hilfe der 2000 Euro aus dem PS-Sparen der Sparkasse habe sich die erste Einrichtung bewältigen lassen, das Erzbistum steuere ebenso etwas bei. „Man muss sich schon umgewöhnen, denn die Lizenzen sind zeitlich begrenzt. Das heißt, irgendwann ist der Titel weg. Dafür wird aber ständig aktualisiert.“ Für Interessenten wird auf Nachfrage übrigens eine „e-Book-Reader Sprechstunde“ in der KÖB angeboten.

 
 

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