Meisterschüler aus Kupferdreh zeigen ihre Fotos in Werden

Beeindruckend: Das Bild „Vorhang" aus der Serie „Utopia“ von Joanna Vortmann. Ab heute zu bestaunen im Biürgermeisterhaus.Foto:Joanna Vortmann
Beeindruckend: Das Bild „Vorhang" aus der Serie „Utopia“ von Joanna Vortmann. Ab heute zu bestaunen im Biürgermeisterhaus.Foto:Joanna Vortmann
„Waldstücke“: Noch bis Ende August sind hochkünstlerische Fotografien Essener Meisterschüler im Bürgermeisterhaus zu sehen.

Essen-Werden.  Der Wald ist irgendwie immer ein aktuelles Thema. Nicht nur, weil Peter Wohlleben den Bestseller „Das geheime Leben der Bäume“ herausgegeben und mit dem Untertitel „die Entdeckung einer verborgenen Welt“ versehen hat. „Der Wald wird uns schon im Märchen bekannt gemacht“ argumentiert Christiane Hantzsch.

Sie ist Dozentin für Fotografie und Medien an der Freien Akademie der bildenden Künste (fadbk) in Essen-Kupferdreh, in der auch Klassen in der Bildhauerei und Malerei ausgebildet werden. Vor zwei Jahren stellte sie Themen zur Auswahl. „Die Studenten und Absolventen entschieden sich für ‚Waldstücke’. Daran arbeiteten sie zwei Semester. Besuchten Wälder, schauten sich die Bäume genau an“ ist Hantzsch mächtig stolz auf die Arbeit ihrer Meisterschüler.

Die künstlerischen Fotografien werden vom heutigen Donnerstag, 21. Juli, bis zum 28. August im Werdener Bürgermeisterhaus präsentiert (Heckstr. 105). Zehn Studenten und Absolventen stellen insgesamt 39 Werke aus.

Die Vernissage der Ausstellung findet heute um 19.30 Uhr statt. Eine Einführung in die Ausstellung gibt Iris Rohmann, Historikerin aus Köln. Rohmann erläutert die jeweiligen Positionen und unterschiedliche Ansätze der Künstler. Musikalisch begleitet wird die Vernissage von Nico Zöller (Saxophon) und Fabian Neubauer (Klavier). Die Künstler sind anwesend. Sie zeigen: Der Wald sei mehr als die Summe seiner Bäume.

„Er ist eine Bühne unserer Geschichte und zugleich ein nie versiegender Quell für Geschichten und Mythen.“ Wald, Berge, reiche Ökosysteme, Licht und Schatten in wunderbarem Naturschauspiel. Doch überall zeige sich die Hand des Menschen. Als Holzlieferant sei der Wald zugleich reines Aneignungsobjekt, „am Ende bleibt nichts als ein Stuhl, eine Klorolle“.

Die Fotografien sagen aber auch: „Der Wald hat auch fremde Gesichter – mancherorts ist er noch undurchdringliche Wildnis, mit modernden, verfaulenden Stämmen und bedrohlichen Bewohnern – die Kinder stehlen. Daran erinnert sich etwas in uns.“

Heute ist der Kulturwald gezähmter: „Ein Abenteuerplatz für Kinder, eine Oase für müde Wanderer, die dem Lärm der Städte entfliehen, um unter großzügigen Baumkuppeln aufzuatmen.“

Offenes Künstler-Gespräch

Künstler sind: Denise Ogan, Grazyna Pisarek, Joanna Vortmann, Marc Sander, Angelika Lueb, Gerd Neysters, Elke Schmidt, Kristine Tusiashvili, Madlen Michler, Dirk Krüger. Darunter sind fünf Meisterschüler und zwei Preisträger des Essener Förderpreises. Das Bild „Vorhang“ aus der Serie „Utopia“ stammt von Joanna Vortmann.

Ein offenes Künstler-Gespräch ist am Sonntag, 31. Juli, von 14 bis 16 Uhr, die Finissage findet dann am Samstag, 27. August, von 15 bis 18 Uhr statt. Etwaige Besuchs-Termine sind mit dem Bürgermeisterhaus direkt und telefonisch zu vereinbaren ( 0201 49 32 86).

Der Eintritt ist frei.

 
 

EURE FAVORITEN