Marode Mauer muss saniert werden

Ein Bauzaun steht derzeit vor der Mauer des Gartenhaus Dingerkus.
Ein Bauzaun steht derzeit vor der Mauer des Gartenhaus Dingerkus.
Foto: FUNKE Foto Services

Essen-Werden..  Es ist ein besonderer Ort. Still - und irgendwie verzaubert. Unweit der Werdener Altstadt und der viel befahrenen Straßen liegt das Gartenhaus Dingerkus. Um das einst völlig marode Häuschen, im barocken Stil gebaut, und den ehemals verwilderten Garten kümmern sich seit 2010 Bürger - sie sind ausschließlich ehrenamtlich im Einsatz und haben dem Ort viel von seiner eigentlich längst vergangenen Bedeutung zurück gegeben.

Doch seit kurzem haben die Mitglieder des „Freundeskreis Dingerkus“ Sorgen, denn die Mauer entlang der Brandstorstraße, die die Treppe zum Garten säumt, ist einsturzgefährdet. Ein Teil des Gartens und der Treppe wurden abgesperrt - und jetzt ist man auf der Suche nach der Ursache und den Verantwortlichen, die die Kosten der Sanierung tragen.

Peter Bankmann vom „Freundeskreis“: „Die Straße musste verdichtet werden, und da es sich wohl um einen ziemlich alten Untergrund handelt, sind im Zuge dieser Maßnahme die Schäden entstanden. Wir haben im unteren Teil eine ‘Beule’ im Mauerwerk entdeckt und sofort die Stadtwerke informiert.“

Mitarbeiter der Stadtwerke hatten Rohre verlegt, das Tiefbauamt hat die Straße wieder verfüllt - und das Gartenhaus selbst ist im Besitz der städtischen Immobilienwirtschaft - und wer kommt jetzt für die Schäden auf? Einen Ortstermin mit allen Zuständigen gab es bereits, aber eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

„Für uns ist das ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, denn wir wollten gerade die Treppe und die Fenster erneuern lassen und auch den Anstrich der Fassade in Auftrag geben“, sagt Peter Bankmann. Zum Werdener Kunsttag, der am 31. Mai stattfinden wird, wollte der „Freundeskreis“ Garten und Gartenhaus öffnen - „das haben wir bereits abgesagt. Wir werden uns an diesem Tag mit einem Infostand vor dem Werdener Rathaus präsentieren.“

Infostand vor dem Rathaus

Wie es mit den weiteren Terminen aussieht, die für 2015 noch anstehen, ist unklar. „Wir brauchen unbedingt einen Zeitplan, damit wir wissen, wann mit den Arbeiten begonnen wird.“ Am 25. Juli soll das große Sommerfest stattfinden, und am 13. September will sich der „Freundeskreis“ am „Tag des offenen Denkmals“ beteiligen.

Hoffnung setzt man jetzt in die Politik. CDU-Ratsfrau Martina Schürmann und CDU-Bezirksdbürgermeister Michael Bonmann sind beide Mitglieder im Freundeskreis. Peter Bankmann: „Sie haben zugesagt, sich für uns einzusetzen.“

Trotz der Absperrungen wird in dem „ungefährdeten“ Teil des Gartens weiter ausgeputzt und gepflanzt. Auch hier hält man sich weitgehend an die Historie und baut an, was schon damals auf den Tisch kam. Übrigens: Das erste Kochbuch des Freundeskreises Gartenhaus Dingerkus ist erschienen und kann für fünf Euro bestellt werden - über info@gartenhaus-dingerkus.de.

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