Keine provisorische Kleiderkammer im Zeltdorf

„Werden hilft“ sucht weiterhin nach geeigneten Räumen für eine solche Kleiderkammer.
„Werden hilft“ sucht weiterhin nach geeigneten Räumen für eine solche Kleiderkammer.
Foto: FUNKE Foto Services
Kein Platz in der ehemaligen LVR-Klinik an der Barkhovenallee und das provisorische Lager im Zeltdorf am Volkswald musste „Werden hilft“ jetzt räumen.

Essen-Werden.  Die gute Nachricht vorweg: Die Flüchtlingsinitiative „Werden hilft“ steht in Verbindung zu einem Verein, der einen Teil seiner Räume an die Initiative vermieten will. Rhena Beckmann-Fuchs, bei „Werden hilft“ zuständig für die Arbeitsgruppe „Kleiderkammer“: „Aktuell sprechen wir über die Konditionen und hoffen, bereits im Dezember dort einziehen zu können. Allerdings wird es sich nur um eine Fläche von 60 Quadratmetern handeln.“

Viel zu klein also für eine langfristige Lösung, denn an den drei Standorten Volkswald, Barkhovenallee und ab Januar auch Hammerstraße werden in Heidhausen und Fischlaken Flüchtlinge untergebracht sein.

Zeltdorf-Lager kurzfristig räumen

Ganz kurzfristig musste „Werden hilft“ am Sanstag im Zeltdorf am Volkswald das provisorische Lager räumen und alle dort noch vorhandenen Sachspenden erneut privat einlagern. Der Grund: Die Stadt als Auftraggeber des Zeltdorf-Betreibers European Homecare wünsche keine derartigen Aktivitäten in den Flüchtlingseinrichtungen – der Platz werde anderweitig benötigt. Man werde auf den freien Flächen im Zeltdorf auch keinen weiteren Container für Sachspenden aufstellen.

Auch die Hoffnung auf die Einrichtung einer Kleiderkammer im Pavillon der ehemaligen LVR-Klinik an der Barkhovenallee ist gestorben. Sozialezernent Peter Renzel teilte schriftlich mit, dass es dafür keine Möglichkeit gebe. Die Stadt habe die LVR-Klinik und alle Nebengebäude angemietet und müsse die ganze Fläche nutzen können. Alternativen, die die Stadt zur Verfügung stellen könne, gebe es auch keine.

Auch Gespräche mit den katholischen und evangelischen Gemeinden ergaben, dass dort „keine geeigneten Flächen für eine langfristige Einrichtung einer Kleiderkammer bestehen“, sagt Rhena Beckmann-Fuchs. „Die Gemeinden in Werden/Heidhausen bemühen sich nach Kräften, aber weitergehend ist wohl nichts möglich.“

Die zentral gelegenen Vereinsräume sind jetzt der Strohhalm, nach dem die Flüchtlingsinitiative greifen wird. „Wunderbar zentral gelegen“ sind sie, weiß Rhena Beckmann-Fuchs. Aber nicht mehr und nicht weniger als der oftmals bemühte Tropfen auf den heißen Stein.