Gymnasium nimmt Spanisch ins Programm

Ob ihnen das neue Fach spanisch vorkommt? In jedem Fall sind rund 70 Gymnasiasten dabei, eine neue Fremdsprache zu lernen.
Ob ihnen das neue Fach spanisch vorkommt? In jedem Fall sind rund 70 Gymnasiasten dabei, eine neue Fremdsprache zu lernen.
Foto: Brill
Europaschule wird vielsprachiger und bietet der Jahrgansstufe 10 mit Spanisch nun die fünfte Fremdsprache und drei neue Lehrer an.

Essen-Werden.  Das Gymnasium Werden, vor nicht allzu langer Zeit als Europaschule zertifiziert, feilt weiter am Profil. Ab sofort können die Schüler in der Jahrgangsstufe 10 zusätzlich zu Italienisch auch Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache erlernen – und damit in drei Jahren vielleicht zu den ersten Spanisch-Abiturienten des Hauses werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Zertifizierung als Europaschule nun auch weiter mit Leben füllen und unser bestehendes Angebot in den Sprachen mit Englisch, Französisch, Latein und Italienisch nun auch um Spanisch erweitern können“, so Schulleiterin Felicitas Schönau.

Gut 70 junge Frauen und Männer der Jahrgangsstufe 10, die mit Beginn des neues Schuljahres auch dieses neue Fach kennenlernen. Ein pragmatischer Ansatz, denn neben der Sprache und der Kultur stehen auch die Alltäglichkeiten des Lebens in der spanischsprachigen Welt auf dem Programm. Verabredungen, Einkaufsgespräche, Restaurantbesuche: Im ersten Jahr stehen Alltagssituationen im Fokus, die es zu meistern gilt.

In den beiden Jahren bis zum Abitur werden sich die Schüler dann zudem mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen in Spanien und Lateinamerika auseinander setzen und dabei auch die spanische Literatur und spanische Filme in der neuen Sprache erkunden.

Um das Fach überhaupt einführen zu können, schuf das Gymnasium zum Schuljahresbeginn neue Stellen und stellte mit Miriam Merten (Spanisch/Englisch), Elena Natalello (Spanisch/Italienisch) und Helge Augustin (Spanisch/Deutsch/Geschichte) drei neue Lehrer ein. „Spanisch an einer Schule neu einzuführen, ist eine interessante Aufgabe, weil man einen großen Gestaltungsspielraum hat und gemeinsam viele richtungsweisende Entscheidungen treffen kann“, so Augustin. „Uns kommt dabei zugute“, ergänzt Natalello, „dass wir drei in vielen grundlegenden Fragen des Faches sehr ähnliche Vorstellungen habe.“

Das ist auch notwendig, denn es gab viel zu tun: von der Entscheidung, mit welchem Lehrwerk unterrichtet wird, über die Ausarbeitung der Lehrpläne und der Verständigung über Grundlagen des Unterrichtskonzepts bis zum passenden Wörterbuch. „Ziel ist es, das neue Fach in der großen Familie der Sprachen hier zu etablieren“, sagt Merten. Ob’s klappt?

 
 

EURE FAVORITEN